Was lange verborgen war, kommt irgendwann ans Licht

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elenanett Avatar

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„Man kann nicht den Ulysses schreiben und seine Kinder dann zum Fußballtraining fahren“ (Aus dem Film Sentimental Value 2005) „(Un)sichtbare Musen“ von Elisa von Hof erzählt von Frauen, die hinter bekannten und erfolgreichen Männern standen, sie tatkräftig unterstützten, ein Teil der schöpferischen Arbeit sogar übernahmen, selbst aber oft kaum erwähnt wurden. Dabei waren sie nicht einfach nur „Musen“, sondern vor allem Lebensgefährtinnen, die häufig selbst kreativ, klug, fleißig und entscheidend am Erfolg ihrer Partner beteiligt. Die Autorin schreibt klar und verständlich und spricht manche Dinge zum Teil aus einer feministischen Perspektive sehr direkt an. Man fragt sich beim Lesen immer wieder, wie diese Frauen wohl selbst über ihr Leben gedacht haben und ob sie unter anderen Umständen andere Entscheidungen getroffen hätten. Hochachtung, wie unglaublich viel Recherche in diesem Buch steckt. Die männliche Muse fand ich auch sehr passend. Insgesamt ein wichtiges, kluges und gut lesbares Sachbuch, das bekannte Geschichten aus einer anderen Perspektive zeigt und deutlich macht, wie oft Frauen in der Geschichte unsichtbar gemacht wurden.