Ein berührendes Familiendrama

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easymarkt3 Avatar

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Schauplatz dieses Romans ist die USA, ein großes Land mit der wohl langen Tradition, Kinder aus ihren Familien zu reißen als Mittel politischer Kontrolle, gleichzeitig auch ein Klima der Angst erzeugend. Das Auseinanderreißen besonders von versklavten Familien, mit Einrichtungen besonders für indigene Kinder kenne ich auch aus Australien. Daneben geht es hier um die Diskriminierung asiatischer Amerikaner, nicht nur nach dem zweiten Weltkrieg gegenüber Japanern, sondern immer auch gegenüber Chinesen, Thailändern, Koreanern etc.. Dass ein Mensch durch seinen Protest, oft auch in künstlerischer Formgebung, etwas in der Gesellschaft verändern kann, versucht die Autorin in der Figur von Margaret Miu zu verdeutlichen. Sie gibt dieser mutigen chinesischen Amerikanerin eine Stimme für Gerechtigkeit, die eintritt für vermisste Personen und mit ihren Aktionen den betroffenen Familien inneren Frieden versucht zu spenden. Der sehr feinfühlige Schreibstil ist gleichzeitig spannend und lyrisch, tief gehend.