Als Krimi eine Enttäuschung
Buchmeinung zu Turid Müller – »Unter dem Strand«
»Unter dem Strand« ist ein Kriminalroman von Turid Müller, der 2026 bei between pages by Piper erschienen ist.
Zum Autor:
Turid Müller, Schauspielerin, Kabarettistin und Psychologin, wurde mit ihren Ratgebern zum Thema Narzissmus & Toxische Beziehungen als Autorin bekannt.
Mit ihren Krimis hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, unbequeme historische Ereignisse mit Gegenwartsbezug zugänglich zu machen.
Die Autorin stammt aus Hamburg und schreibt am liebsten am Meer.
Zum Inhalt:
Cay, gebeutelte Journalistin, soll einen Artikel zum 80. Jahrestag des Untergangs der Cap Arcona, die am 3. Mai 1945 vor Neustadt in der Lübecker Bucht sank, schreiben. Sie findet am Strand die Leiche einer jungen Frau, die sich für das Gedenken an diese Tragödie eingesetzt hat.
Meine Meinung:
An Bord der versenkten Schiffe um die Cap Arcona befanden sich auch Kriegsgefangene und Insassen des KZ Neuengamme. Etliche Menschen konnten sich ans Ufer retten und kamen dort zu Tode. Dies war mir vor der Lektüre nicht bekannt.
Der Inhalt der Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen während des Krieges und zum Anderen im der Gegenwart im Jahre 1945. Im Mittelpunkt des ersten Stranges steht der jüdische Häftling Leon und in der Gegenwart die Journalistin Cay. Meist wird die Geschichte aus der Perspektive eines der zwei Protagonisten erzählt, aber gerade am Unglückstag kommen weitere fiktive Figuren zu Wort. Während Leon mir sympathisch erschien, wirkte Cay ziemlich unsympathisch, weil ich ihre Probleme mit Männern und der Polizei nicht nachvollziehen konnte. Die Autorin beschreibt wechselnd Szenen aus der Gegenwart und aus der Kriegszeit. Bei der Erzählung, die in der Gegenwart spielt, hatte ich mehrmals das Gefühl Sachverhalte verpasst zu haben. Formal handelt es sich um einen Kriminalroman, aber eine explizite Krimihandlung habe ich erst kurz vor Ende wahrgenommen. Für mich entstand der Eindruck, dass die Autorin zu viel wollte und dies nicht erfolgreich umsetzen konnte. Die Handlung während der Kriegszeit war spannend und empathisch geschildert, aber der Krimiteil in der Gegenwart hat mir nicht gefallen.
Fazit:
Eine Krimihandlung konnte ich in diesem Werk nur bruchstückhaft erkennen. Deshalb bewerte ich den Titel mit zwei von fünf Sternen (40 von 100 Punkten), auch wenn mich die Schilderungen, die am 3. Mai 1945 spielen, beeindruckt und zum Nachdenken angeregt haben.
»Unter dem Strand« ist ein Kriminalroman von Turid Müller, der 2026 bei between pages by Piper erschienen ist.
Zum Autor:
Turid Müller, Schauspielerin, Kabarettistin und Psychologin, wurde mit ihren Ratgebern zum Thema Narzissmus & Toxische Beziehungen als Autorin bekannt.
Mit ihren Krimis hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, unbequeme historische Ereignisse mit Gegenwartsbezug zugänglich zu machen.
Die Autorin stammt aus Hamburg und schreibt am liebsten am Meer.
Zum Inhalt:
Cay, gebeutelte Journalistin, soll einen Artikel zum 80. Jahrestag des Untergangs der Cap Arcona, die am 3. Mai 1945 vor Neustadt in der Lübecker Bucht sank, schreiben. Sie findet am Strand die Leiche einer jungen Frau, die sich für das Gedenken an diese Tragödie eingesetzt hat.
Meine Meinung:
An Bord der versenkten Schiffe um die Cap Arcona befanden sich auch Kriegsgefangene und Insassen des KZ Neuengamme. Etliche Menschen konnten sich ans Ufer retten und kamen dort zu Tode. Dies war mir vor der Lektüre nicht bekannt.
Der Inhalt der Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Zum Einen während des Krieges und zum Anderen im der Gegenwart im Jahre 1945. Im Mittelpunkt des ersten Stranges steht der jüdische Häftling Leon und in der Gegenwart die Journalistin Cay. Meist wird die Geschichte aus der Perspektive eines der zwei Protagonisten erzählt, aber gerade am Unglückstag kommen weitere fiktive Figuren zu Wort. Während Leon mir sympathisch erschien, wirkte Cay ziemlich unsympathisch, weil ich ihre Probleme mit Männern und der Polizei nicht nachvollziehen konnte. Die Autorin beschreibt wechselnd Szenen aus der Gegenwart und aus der Kriegszeit. Bei der Erzählung, die in der Gegenwart spielt, hatte ich mehrmals das Gefühl Sachverhalte verpasst zu haben. Formal handelt es sich um einen Kriminalroman, aber eine explizite Krimihandlung habe ich erst kurz vor Ende wahrgenommen. Für mich entstand der Eindruck, dass die Autorin zu viel wollte und dies nicht erfolgreich umsetzen konnte. Die Handlung während der Kriegszeit war spannend und empathisch geschildert, aber der Krimiteil in der Gegenwart hat mir nicht gefallen.
Fazit:
Eine Krimihandlung konnte ich in diesem Werk nur bruchstückhaft erkennen. Deshalb bewerte ich den Titel mit zwei von fünf Sternen (40 von 100 Punkten), auch wenn mich die Schilderungen, die am 3. Mai 1945 spielen, beeindruckt und zum Nachdenken angeregt haben.