Berührend, intensiv und atmosphärisch erzählt

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sarah1612 Avatar

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Mit Unter Wasser erzählt Tara Menon eine einfühlsame und zugleich eindringliche Geschichte über Verlust, Freundschaft und die prägende Kraft von Erinnerungen. Die Verbindung zwischen Marissa und Arielle ist feinfühlig und authentisch dargestellt, sodass ihre Freundschaft schnell greifbar und emotional spürbar wird. Besonders beeindruckend ist dabei die Atmosphäre, die durch die detaillierten Naturbeschreibungen entsteht: Das Meer, die Riffe und die Unterwasserwelt werden so lebendig geschildert, dass man das Gefühl hat, selbst mit den Figuren abzutauchen.
Der Schreibstil ist ruhig, poetisch und zugleich klar, was hervorragend zur melancholischen Grundstimmung des Romans passt. Die Autorin nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Figuren und ihrer inneren Prozesse, wodurch ihre Gefühle und Entscheidungen nachvollziehbar wirken. Das Thema Trauer wird sensibel behandelt, ohne pathetisch zu werden, und die Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie prägend frühe Erlebnisse sein können.
Auch die zeitliche Distanz zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist gelungen umgesetzt. Die Rückblicke verleihen der Handlung Tiefe und verdeutlichen, wie sehr bestimmte Begegnungen ein Leben formen können. Gleichzeitig bleibt die Spannung durch die drohenden Naturereignisse erhalten.
Das Cover spiegelt die ruhige, aber zugleich kraftvolle Stimmung des Romans perfekt wider. Insgesamt ist Unter Wasser ein bewegendes, atmosphärisches Buch, das lange nachhallt und vor allem Leserinnen und Leser anspricht, die literarische Geschichten mit emotionaler Tiefe schätzen. Für mich ein eindrucksvoller Roman, der sowohl berührt als auch zum Nachdenken anregt.