Die Narben der Erinnerung

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lxandra.kristin Avatar

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Die Leseprobe hat mich von der ersten Seite an gepackt – und zunächst sogar irritiert. Der Prolog konfrontiert uns mit verstörenden, kaum einzuordnenden Bildern: Augen, Haare und andere merkwürdige Details stehen im Mittelpunkt eines Geschehens, das gleichermaßen faszinierend wie beunruhigend wirkt. Als sich die Szene schließlich als Albtraum entpuppt, macht sich Erleichterung breit – doch das Gefühl der Beklemmung bleibt.
Gerade diese einleitende Sequenz entfaltet eine starke Sogwirkung. Sie wirft Fragen auf, ohne Antworten zu liefern, und weckt sofort die Neugier, welche Bedeutung diese Visionen für die Protagonistin Arielle haben. Der Traum scheint eng mit vergangenen Ereignissen verknüpft zu sein und deutet an, dass etwas Unverarbeitetes im Hintergrund schwelt.
Im weiteren Verlauf bewegt sich die Handlung zwischen Thailand und New York – zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Die Leseprobe überzeugt durch ihre besondere Atmosphäre und das Wechselspiel aus Geheimnis, Fernweh und Melancholie. Sie macht neugierig darauf, wie sich Arielles Leben zwischen ihrem Alltag und einem möglichen Inselabenteuer weiterentwickelt – und vor allem darauf, welches Geheimnis sich hinter Marissas Geschichte verbirgt. Definitiv ein Auftakt, der Lust auf mehr macht.