Rückblick
In einem feinen Restaurant werden plötzlich Körperteile ausgehustet. Am Ende liegt ein Auge in der Hand der Erzählerin. Das ist grausam und seltsam ruhig erzählt. Man merkt sofort: Hier geht es um etwas, das noch lange nicht verarbeitet ist.
Danach wird es stiller. Die Erzählerin lebt in New York und isst morgens Chili, um sich aus ihren Alpträumen zu holen. Sie kennt die botanischen Namen, weiß, was Capsaicin im Körper auslöst, erklärt sich selbst die Mechanismen. Dieses Wissen wirkt wie ein Schutz.
Besonders berührt hat mich die Erinnerung an Thailand. Die Hitze, das Meer, die Insel im Andamanischen Meer, die Kajaks, die gemeinsamen Wochenenden. Die Freundschaft zwischen Marissa und Arielle fühlt sich echt an. Sie spielen mit Wörtern, testen ihr Wissen, teilen Essen, teilen sogar eine Mutter. Das ist schön und gleichzeitig brüchig, weil man weiß, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.
Auch die Arbeit bei dem Reisemagazin wirkt bitter. Sie soll Strände für Superreiche in schillernden Worten beschreiben, während sie im Hintergrund die dunkleren Seiten sieht. Sie sammelt andere Bilder, andere Geschichten. Das hat mich traurig gemacht, weil es zeigt, wie leicht man Schönheit verkaufen kann, ohne den Preis zu erwähnen.
Der Text fühlt sich an wie Tauchen. Man geht unter die Oberfläche, Stück für Stück. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass ich die Luft anhalte. Und ich wollte wissen, was genau damals passiert ist und ob man mit so viel Erinnerung überhaupt jemals wieder ganz auftauchen kann.
Danach wird es stiller. Die Erzählerin lebt in New York und isst morgens Chili, um sich aus ihren Alpträumen zu holen. Sie kennt die botanischen Namen, weiß, was Capsaicin im Körper auslöst, erklärt sich selbst die Mechanismen. Dieses Wissen wirkt wie ein Schutz.
Besonders berührt hat mich die Erinnerung an Thailand. Die Hitze, das Meer, die Insel im Andamanischen Meer, die Kajaks, die gemeinsamen Wochenenden. Die Freundschaft zwischen Marissa und Arielle fühlt sich echt an. Sie spielen mit Wörtern, testen ihr Wissen, teilen Essen, teilen sogar eine Mutter. Das ist schön und gleichzeitig brüchig, weil man weiß, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.
Auch die Arbeit bei dem Reisemagazin wirkt bitter. Sie soll Strände für Superreiche in schillernden Worten beschreiben, während sie im Hintergrund die dunkleren Seiten sieht. Sie sammelt andere Bilder, andere Geschichten. Das hat mich traurig gemacht, weil es zeigt, wie leicht man Schönheit verkaufen kann, ohne den Preis zu erwähnen.
Der Text fühlt sich an wie Tauchen. Man geht unter die Oberfläche, Stück für Stück. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, dass ich die Luft anhalte. Und ich wollte wissen, was genau damals passiert ist und ob man mit so viel Erinnerung überhaupt jemals wieder ganz auftauchen kann.