Schönheit und Düsternis, eine wahnsinnig interessante Mischung

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Draußen zeigt sich seit Langem mal wieder die Sonne und die ersten Frühlingsboten kündigen sich an und irgendwie fühlt sich dieses Buch genau passend an. Ich habe mich mit den beiden Mädchen an den Strand versetzt gefühlt, habe die Faszination für (meeres-) biologische Themen gespürt und bin im entfernt tristen Alltag der Protagonistin wieder angekommen, in dem sie von Dingen schreibt, die für sie nur Fiktion sein sollen.

Ich mochte die Einleitung sehr, in der die Protagonistin davon träumt, dass jeder der Teilnehmer an dieser Mahlzeit (vermutlich) einen Teil ihrer Mutter ausspuckt, was für so vieles stehen kann, das uns der Roman hoffentlich noch verrät. Das Kennenlernen mit ihrer Freundin Arielle in der Kindheit war bittersüß. Wir erfahren von dem Tod der Mutter und Arielle schlägt vor, dass sie sich einfach ihre Mutter teilen könnten, jetzt wo unsere Erzählerin keine mehr hat. Ein wunderbarer, wenn auch wahnsinnig trauriger, Vorschlag einer hoffentlich heilsamen Freundschaft. Für mich war diese Leseprobe schon voller Kontraste, voll Schönheit und Düsternis.