zwei gegensätzliche Welten und eine Katastrophe
Die Anfangsszene hat mich in ihrer verstörenden Präzision sehr fasziniert! Ein elegantes Restaurant, poliertes Silber, weiße Tischdecken, kultivierte Konversation, und dann dieser Einbruch des Abscheulichen. Diese Szene wirkt wie ein Albtraum, der sich durch die Oberfläche des zivilisierten Lebens frisst. Ich bin gespannt, was da im Verborgenen liegt, was nicht zur Ruhe kommt.
Ich mag die melancholische Grundstimmung des Textes sehr. Die Protagonistin bewegt sich durch die Stadt wie durch eine Kulisse, die sie kennt, aber nicht bewohnt. Ihre Arbeit beim Luxusreisemagazin, diese Produktion von Sehnsuchtsprosa für Wohlhabende, ist bitter ironisch. Sie beschreibt „unberührte“ Strände für Menschen, die genau diese Orte berühren, konsumieren, verbrauchen. Der Kapitalismus erscheint als Inszenierung aus Bildern, Adjektiven und Auslassungen. Ihre Gegentexte in der Schublade sind wie kleine Akte des Widerstands – da konnte ich sehr gut mitgehen! Das brachte sie mir gleich näher und ließ sie sympathischer werden.
Dem gegenüber steht Phuket, das Inselleben, das an Natur, Wetter, Meer gebunden ist. Dort ist alles körperlicher. Hitze, Salz, Chili auf der Zunge. Gleichzeitig ist auch dieses Leben nicht idyllisch. Es ist durchzogen von kolonialen Spuren, Zerstörungen durch Tourismus, Machtgefällen. Gerade diese Spannung zwischen zwei Lebensentwürfen interessiert mich: das klimatisierte Büro mit seinen „Top Five“-Listen und die Insel, auf der Windstille, Strömung und Regen den Rhythmus vorgeben.
Ich vermute, dass sich die Katastrophe, auf die alles hinweist, nicht nur als äußeres Ereignis, sondern als moralische und existenzielle Zäsur entfalten wird. Und ich bin gespannt, welches Motiv dem Wasser bzw. dem Meer zukommen wird – schon jetzt nimmt es eine Position ein: im Cover und Titel, in den Urlaubsbeschreibungen im Katalog, in den Erinnerungen an Phuket.
Ich mag die melancholische Grundstimmung des Textes sehr. Die Protagonistin bewegt sich durch die Stadt wie durch eine Kulisse, die sie kennt, aber nicht bewohnt. Ihre Arbeit beim Luxusreisemagazin, diese Produktion von Sehnsuchtsprosa für Wohlhabende, ist bitter ironisch. Sie beschreibt „unberührte“ Strände für Menschen, die genau diese Orte berühren, konsumieren, verbrauchen. Der Kapitalismus erscheint als Inszenierung aus Bildern, Adjektiven und Auslassungen. Ihre Gegentexte in der Schublade sind wie kleine Akte des Widerstands – da konnte ich sehr gut mitgehen! Das brachte sie mir gleich näher und ließ sie sympathischer werden.
Dem gegenüber steht Phuket, das Inselleben, das an Natur, Wetter, Meer gebunden ist. Dort ist alles körperlicher. Hitze, Salz, Chili auf der Zunge. Gleichzeitig ist auch dieses Leben nicht idyllisch. Es ist durchzogen von kolonialen Spuren, Zerstörungen durch Tourismus, Machtgefällen. Gerade diese Spannung zwischen zwei Lebensentwürfen interessiert mich: das klimatisierte Büro mit seinen „Top Five“-Listen und die Insel, auf der Windstille, Strömung und Regen den Rhythmus vorgeben.
Ich vermute, dass sich die Katastrophe, auf die alles hinweist, nicht nur als äußeres Ereignis, sondern als moralische und existenzielle Zäsur entfalten wird. Und ich bin gespannt, welches Motiv dem Wasser bzw. dem Meer zukommen wird – schon jetzt nimmt es eine Position ein: im Cover und Titel, in den Urlaubsbeschreibungen im Katalog, in den Erinnerungen an Phuket.