Feinfühliger & intensiver Roman über Freundinnenschaft im Setting von Naturereignissen

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luisabella Avatar

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»Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl, unter Wasser gefangen zu sein. Ich finde den Weg an die Oberfläche nicht mehr.« (78) 💔

Marissa hat den Tsunami am 26.12.2004 in Thailand überlebt, aber sie hat ihre beste Freundin Arielle dabei verloren. Ihre beste Freundin, die wie eine Schwester für sie war und mit der sie jeden Tag zusammengelebt hat. Sie haben gemeinsam die Schulzeit und den Alltag 🥭🌶️ ; an den Wochenenden ihre Zeit auf der Forschungsinsel, auf der Marissa’s Vater forscht, und im Ozean mit den majestätischen Mantarochen verbracht. Wie lebt man nach dem Verlust der besten Freundin weiter? Wie geht das Leben nach dem Überleben? Auf zwei Zeitebenen erzählt der Roman von dieser innigen Freundinnenschaft 2004 und von Marissa’s Leben in 2012. Obwohl Arielle’s Tod von Beginn an klar ist, hat mich das Buch nicht mehr losgelassen und wurde gerade durch die Sprache, Erzählstil und der feinfühligen und intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Trauer, Verlust, Freundschaft & Natur für mich zum Page Turner.

»Einige dieser Leute nennen es die Welle, als wäre es nur die eine gewesen.« (86) 🌊

»UNTER WASSER« 🌊 von Autorin & Professorin Tara Menon (übersetzt aus dem Englischen von Simone Jakob) ist ein fiktiver Roman, der sehr gut recherchiert ist. Die Art und Weise wie bspw. Fakten über Meereslebewesen - insbesondere Mantarochen - , Naturereignissen oder auch Passagen zur Trauer und Freundschaft eingeflochten worden sind, machen diesen Roman aus. Einige Themen (zB in Arielle’s Familie) werden nicht auserzählt, was — ich kann hier nur für mich sprechen — meinen Lesefluss und Gedanken nicht gestört hat. Mich hat der Roman und diese wunderschöne Freundinnenschaft vor dem Setting von zwei katastrophalen Naturereignissen sehr berührt. 🩵🩷 Ich freue mich auf alles, was wir hoffentlich noch von dieser tollen Autorin lesen werden.