Hat mich nicht abgeholt
Das Buch hatte mich nach der Leseprobe und mit diesem wunderschönen Cover direkt neugierig gemacht, weshalb ich mich sehr auf das Lesen gefreut hatte!
"Unter Wasser“ handelt von Marissa, die in ihrer Kindheit auf Thailand aufwuchs und sich dort mit Arielle anfreundete, bevor es zu einer Katastrophe kam, die alles änderte. In einem zweiten Erzählstrang begleiten wir Marissa in ihrem aktuellen Leben in New York, wo sie bei einem Reisemagazin arbeitet und Werbetexte für beliebte Urlaubsziele schreibt. Diese beiden Erzählstränge werden immer wieder abwechselnd erzählt, sodass man sich in Marissas Vergangenheit immer mehr der Katastrophe nähert, während in ihrer Gegenwart in New York eine neue Katastrophe in Form eines Hurricanes bevorsteht, der sie an ihre Vergangenheit erinnert.
Dadurch wurde über den gesamten Roman hinweg schon eine gewisse Spannung erzeugt, weil man natürlich erfahren wollte, was damals genau in Thailand geschehen ist. Leider hat mich das Buch trotzdem nicht ganz abgeholt. Zum einen wurde mir zu viel erzählt und zu wenig gezeigt. Generell hatte ich das Gefühl, es würde permanent nur darum gehen ein Setting zu erzeugen und möglichst viel Hintergrundgeschichte zu den Charakteren zu geben, anstatt die Charaktere tatsächlich handeln zu lassen. Vielleicht sollte dadurch Mitgefühl und Verständnis für Marissa erzeugt werden, was bei mir allerdings irgendwie nicht funktioniert hat. Obwohl das Thema ein höchst emotionales ist, hat es mich trotzdem irgendwie kalt gelassen.
Was vermutlich auch daran lag, wie das Buch geschrieben war. In beiden Erzählsträngen wurde grundsätzlich das Präsens verwendet, um (vermutlich) den Leser direkt an den Ort und die Zeit des Geschehens zu versetzen, was ich auch gut fand. Dann gab es allerdings trotz dieser klaren Trennung von ihrer Vergangenheit (in Thailand) und ihrer Gegenwart (in New York) auch immer wieder Momente in beiden Zeitsträngen, in denen sich Marissa an einen noch früheren Zeitpunkt zurückerinnerte, wo das Präteritum verwendet wurde. An der Stelle weiß ich nun nicht, ob es an der Übersetzung lag oder auch im Original vorkam, aber mir fiel es leider immer wieder auf, dass die Zeitformen verwechselt wurden, was im Umkehrschluss für mich bedeutete, dass ich mich nicht mehr ganz in der Geschichte verorten konnte und nur noch damit beschäftigt war, zu überlegen, zu welchem Zeitpunkt das Erzählte gerade geschieht.
Dadurch war ich längst nicht mehr mit dem Inhalt des Buchs beschäftigt, sondern mit dem verwendeten Tempus, dem Erzählstil und der Sprache, was dazu geführt hat, dass es mich inhaltlich emotional nicht mitreißen konnte. Auch am Ende des Romans war ich nicht wirklich gerührt, auch wenn es dann wenigstens wieder spannender wurde. Trotzdem blieb am Ende für mich die Frage stehen, was dieses Buch mir eigentlich sagen sollte und ich empfand es rückblickend leider "unnötig" es gelesen zu haben.
"Unter Wasser“ handelt von Marissa, die in ihrer Kindheit auf Thailand aufwuchs und sich dort mit Arielle anfreundete, bevor es zu einer Katastrophe kam, die alles änderte. In einem zweiten Erzählstrang begleiten wir Marissa in ihrem aktuellen Leben in New York, wo sie bei einem Reisemagazin arbeitet und Werbetexte für beliebte Urlaubsziele schreibt. Diese beiden Erzählstränge werden immer wieder abwechselnd erzählt, sodass man sich in Marissas Vergangenheit immer mehr der Katastrophe nähert, während in ihrer Gegenwart in New York eine neue Katastrophe in Form eines Hurricanes bevorsteht, der sie an ihre Vergangenheit erinnert.
Dadurch wurde über den gesamten Roman hinweg schon eine gewisse Spannung erzeugt, weil man natürlich erfahren wollte, was damals genau in Thailand geschehen ist. Leider hat mich das Buch trotzdem nicht ganz abgeholt. Zum einen wurde mir zu viel erzählt und zu wenig gezeigt. Generell hatte ich das Gefühl, es würde permanent nur darum gehen ein Setting zu erzeugen und möglichst viel Hintergrundgeschichte zu den Charakteren zu geben, anstatt die Charaktere tatsächlich handeln zu lassen. Vielleicht sollte dadurch Mitgefühl und Verständnis für Marissa erzeugt werden, was bei mir allerdings irgendwie nicht funktioniert hat. Obwohl das Thema ein höchst emotionales ist, hat es mich trotzdem irgendwie kalt gelassen.
Was vermutlich auch daran lag, wie das Buch geschrieben war. In beiden Erzählsträngen wurde grundsätzlich das Präsens verwendet, um (vermutlich) den Leser direkt an den Ort und die Zeit des Geschehens zu versetzen, was ich auch gut fand. Dann gab es allerdings trotz dieser klaren Trennung von ihrer Vergangenheit (in Thailand) und ihrer Gegenwart (in New York) auch immer wieder Momente in beiden Zeitsträngen, in denen sich Marissa an einen noch früheren Zeitpunkt zurückerinnerte, wo das Präteritum verwendet wurde. An der Stelle weiß ich nun nicht, ob es an der Übersetzung lag oder auch im Original vorkam, aber mir fiel es leider immer wieder auf, dass die Zeitformen verwechselt wurden, was im Umkehrschluss für mich bedeutete, dass ich mich nicht mehr ganz in der Geschichte verorten konnte und nur noch damit beschäftigt war, zu überlegen, zu welchem Zeitpunkt das Erzählte gerade geschieht.
Dadurch war ich längst nicht mehr mit dem Inhalt des Buchs beschäftigt, sondern mit dem verwendeten Tempus, dem Erzählstil und der Sprache, was dazu geführt hat, dass es mich inhaltlich emotional nicht mitreißen konnte. Auch am Ende des Romans war ich nicht wirklich gerührt, auch wenn es dann wenigstens wieder spannender wurde. Trotzdem blieb am Ende für mich die Frage stehen, was dieses Buch mir eigentlich sagen sollte und ich empfand es rückblickend leider "unnötig" es gelesen zu haben.