Schönheit und Verlust

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dicketilla Avatar

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Marissa arbeitet für ein Reisemagazin für Superreiche. So ist sie nach Jahren wieder in Thailand, wo sie einst als Kind, nach dem Tod der Mutter, mit ihrem Vater, einem Meeresbiologen, lebte. Sie erinnert sich, als sie Arielle traf, die ihr sofort gefiel, da sie die Zeichentrickmeerjungfrau liebte. Die beiden 7-jährigen Mädels wurden unzertrennlich. So tauchten sie im Meer und bewunderten die Mantarochen, denen sie sogar Namen gaben, die Riffe und die Vielfalt der Meerestiere. Doch das Meer verbirgt auch Gefahren, unerwartet und zerstörend. Dann kommt der 25. Dezember 2004....

Schon bei Erwähnung des Datums ist dem Leser die Bedeutung des Tages bekannt. Sofort kommen diese schrecklichen Bilder in Erinnerung. Die Kapitel unterteilen sich in zwei Zeitebenen, die sich um 2004 in Thailand und 2012 in New York. Erzählt wird aus Sicht von Marissa. Das unbeschwerte Leben der Mädels und auch die nach Jahren quälende Erinnerungen. Und dann droht sich eine neue Naturkatastrophe in New York an.

Tara Menon beschreibt die Natur, das Meer so treffend, dass man das Gefühl hat selbst im Meer mit den Mantas und Fischen zu schwimmen. Die Schönheit der Insel, in der sich die beiden Unzertrennlichen bewegen dürfen. Es geht um Freundschaft, aber auch die Bewältigung eines Verlustes. Langsam bewegt sich die Handlung auf die Katastrophe hin, unbeschwert und plötzlich aus dem Leben gerissen. Behutsam und einfühlsam beschreibt die Autorin dieses Ereignis.

Das Cover ist passend zum Titel und der Handlung gestaltet. Ein ruhiges Wasser, was in Bewegung kommt. Eine Geschichte, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird.