Sehr intensiv

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bluenotes Avatar

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In „Unter Wasser“ geht es um Marissa, die nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater nach Thailand zieht. Dort freundet sie sich mit Arielle an und verbringt mit ihr eine unbeschwerte Kindheit am Meer, bis der Tsunami 2004 alles verändert. Jahre später lebt Marissa in New York und wird während Hurricane Sandy erneut mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Mir haben vor allem die Kapitel in Thailand gefallen. Die Freundschaft zwischen Marissa und Arielle, das Leben am Meer und die Atmosphäre rund um die Forschungshütten und Tauchgänge waren sehr greifbar. Auch Marissas Trauer wurde ruhig und nachvollziehbar erzählt. Nur die vielen Natur- und Tierbeschreibungen waren mir manchmal etwas zu ausführlich.

Insgesamt fängt Tara Menon die Essenz von Trauer sehr gut ein. Der Ton und der Rhythmus des Buches transportieren diesen Schmerz sehr authentisch und zeigen, wie Verlust über Jahre nachwirkt.