Von Freundschaft, Trauma und Naturgewalten

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eichhörnchen84 Avatar

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Der Großteil des Romans spielt an vier Tagen und an zwei Orten, am 25. und 26. Dezember 2024 in Thailand und am 28. und 29. Oktober 2012 in New York. Er erzählt die Geschichte der Ich-Erzählerin Marissa, welche bei der Tsunami-Katastrophe 2004 ihre beste Freundin in den Fluten verlor. Im Handlungsstrang 2012 spielt wieder eine drohende Naturkatastrophe, diesmal der Hurricane Sandy eine Rolle.

In der Geschichte wird die Frage aufgeworfen, wie lange man um eine Freundin trauern darf. Denn Marissa leidet auch im Jahr 2012 noch immer stark am Tod Arielles. Sie verbringt ihren Alltag damit, bildhafte Beschreibungen für Reiseangebote zu verfassen, während Bilder von Arielle sie stets begleiten. Marissa ist an einer PTBS erkrankt und versucht die Symptome durch verschiedene Strategien, beispielsweise das Essen von Chilischoten unter Kontrolle zu halten.

Der Roman ist auf der einen Seite melancholisch, traurig und bedrückend. Drohendes Unheil durch den Tsunami, der sich zwar nicht ankündigt, aber definitiv eintreffen wird, und durch den Hurricane schwebt über den Seiten. Gleichzeitig zaubert das Lesen der Geschichte auch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, wenn es um schöne Erlebnisse in der Natur oder die Macht der Freundschaft geht. Ich kann den Roman deswegen sehr empfehlen!