Zwischen Schönheit, Freundschaft, Trauer und Verlust

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nähpummelchen Avatar

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Tara Menon hat mit Unter Wasser einen sehr berührenden Roman geschrieben, der noch lange im Kopf bleibt. Im Mittelpunkt stehen Marissa und Arielle, zwei beste Freundinnen, die auf Phuket leben und jede freie Minute zusammen verbringen. Sie lieben das Meer, tauchen zwischen bunten Fischen und Korallenriffen und verstehen sich fast ohne Worte. Oft reicht ein Blick, damit die andere weiß, was gemeint ist.

Besonders stark ist die Beschreibung des Meeres. Am Anfang wirkt es wunderschön, ruhig und voller Leben. Doch später zeigt es seine zerstörerische Seite. Die Szenen rund um den Tsunami von 2004 sind unglaublich intensiv und bildhaft geschrieben. Man spürt beim Lesen die Angst, das Chaos und die gewaltige Kraft der Wellen fast selbst. Gerade weil das Meer für die Mädchen vorher ein Ort von Freiheit und Glück war, treffen diese Ereignisse umso härter.

Trotzdem geht es in Unter Wasser nicht nur um die Katastrophe, sondern vor allem um Freundschaft und Trauer. Auch nach Arielles Tod bleibt die Verbindung zwischen ihr und Marissa bestehen. Für Marissa fühlt sich Arielle noch immer ganz nah an, fast so, als könnte sie ihre Freundin körperlich spüren. Diese tiefe Freundschaft macht das Buch besonders emotional und bewegend.

Ich fand beeindruckend, wie viele Gefühle und Themen Tara Menon auf so wenigen Seiten unterbringt: die Schönheit des Meeres, die Wucht der Natur und die Frage, wie man mit Verlust weiterleben kann. Ein sehr ergreifendes Buch, das mich beim Lesen vollkommen mitgenommen hat.