Valderan, ein Planet am anderen Ende des Universums

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herbstrose Avatar

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Valderan, ein Planet am anderen Ende des Universums, ist der Erde sehr ähnlich, wird jedoch von zwei Sonnen beschienen. Auch seine Bewohner, die Wesen, kämpfen mit ähnlichen Problemen wie die Menschen. Nach vorhergegangenen Kriegen zwischen dem Süden und dem Norden müssen sie jetzt sorgfältig mit den noch verbliebenen Ressourcen umgehen. Am Tag der Großen Vereinigung der beiden Sonnen Alderan und Aldera feiern Kalgira und Brandan mit ihrem Lehrmeister Galduran das Ende ihrer Ausbildung. Dann trennen sich ihre Wege, Kalgira widmet sich der Erforschung der Sterne, während Brandan auf dem Meer unbekannte Gebiete erforscht. Als plötzlich der Frieden in Gefahr ist, ein weiterer Krieg droht und zudem aus dem All ein unbekanntes Objekt auf Valderan zurast, treffen sie sich wieder …

Karl H. Sodek, Autor der geplanten Romanreihe „Untergang der Welten“, ist Physiker, der wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Wien war und nun an einer Schule in Kärnten unterrichtet, wo er auch lebt und Sci-Fi-Romane über das Universum schreibt.

Da ich einst begeisterte Leserin der Star Trek-Reihe mit Captain Picard war, hatte ich anhand der Inhaltsbeschreibung auch an dieses Buch große Erwartungen – leider wurde ich enttäuscht. Gleich zu Anfang wird man von einer Fülle ähnlich klingenden Namen, Orten und Bezeichnungen für Sonnen überhäuft und unzählige Wesen bevölkern das Geschehen - statt Spannung machte sich bei mir Unmut und Langeweile breit. Der Schreibstil des Autors ist zwar gut und flüssig lesbar, dennoch stören einige unnötig in die Länge gezogene Ereignisse und etliche Wiederholungen der Handlung den Lesefluss. Mit den beiden Protagonisten Kalgira und Brandan konnte ich nicht mitfühlen, sie blieben für mich blass und ihre Aktionen meist unbedacht und nicht nachvollziehbar. Der Clou des Ganzen ist der Schluss, der, nachdem endlich Spannung aufgekommen ist, im Hinblick auf den nächsten Band abrupt abbricht. Ein Lichtblick ist das Glossar am Ende des Buches, das für die mit der Materie nicht vertrauten Leser zahlreiche wissenschaftlicher Erklärungen bietet.

Fazit: Dieser erste Band der Romanreihe wird seine Leser finden, meinen Erwartungen entsprach er nicht.