Düstere Romantik

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Eine todkranke junge Frau, ein König der Toten und ein erzwungener Pakt, bei dem es um nichts Geringeres als ihr Leben und das ihrer Familie geht – King of Ravens hat mich mit dieser Ausgangssituation sofort neugierig gemacht. Die Leseprobe vermittelt direkt eine sehr düstere, märchenhafte Atmosphäre, die gleichzeitig etwas Bedrohliches und Faszinierendes hat. Besonders Annon gefällt mir als Hauptfigur, weil sie trotz ihrer Krankheit nicht den Eindruck macht, sich einfach ihrem Schicksal zu ergeben. Sie scheint ziemlich stur und willensstark zu sein, was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum sie sich Drystan nicht einfach unterordnet. Genau diese Dynamik zwischen den beiden finde ich bisher am spannendsten: Drystan wirkt kalt, kontrollierend und ziemlich einschüchternd, während Annon ihm mit ihrer eigenen Art immer wieder Paroli bietet. Dazu kommt die Unterwelt als Setting mit alten Göttern, Magie, Machtkämpfen und einem tödlichen Labyrinth – das klingt für mich nach einer Welt, in der hinter jeder Ecke etwas lauern könnte. Besonders angesprochen hat mich auch der typische Enemies-to-Lovers- bzw. Slow-Burn-Vibe, weil ich gespannt bin, ob und wie sich Annons Abneigung gegenüber Drystan tatsächlich verändert. Gleichzeitig hoffe ich, dass ihre Beziehung nicht zu schnell romantisiert wird, denn gerade der Zwang hinter ihrem Pakt macht die ganze Situation ziemlich kompliziert. Die Leseprobe hat bei mir auf jeden Fall genau das richtige Maß an Fragen hinterlassen: Was steckt wirklich hinter Drystans Verhalten, warum ist Annon überhaupt so wichtig und kann sie der Unterwelt tatsächlich wieder entkommen? Für mich wirkt das nach einem sehr vielversprechenden Auftakt für eine düstere Romantasy-Reihe.