Ein Spiegel, der Hoffnung verspricht

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
arisha666 Avatar

Von

„King of Ravens“ hat mich vor allem durch seine melancholische und gleichzeitig wunderschöne Atmosphäre überrascht. Rhiannon lebt mit ihrer Familie an der Küste und versucht, trotz ihrer schweren und fortschreitenden Krankheit, ihren Alltag so normal wie möglich zu gestalten. Besonders schön fand ich dabei, dass sie sich ihre Lebensfreude nicht vollständig nehmen lässt. Sie lächelt, scherzt mit ihrem Bruder und hält an ihrer Hoffnung fest, obwohl sie weiß, dass ihr Körper immer schwächer wird.

Rhiannon ist eine interessante Hauptfigur, weil sie nicht einfach als leidende Kranke dargestellt wird. Sie forscht selbst nach einem Heilmittel, führt akribisch Notizen und versucht alles, um ihre Krankheit zu verstehen. Gleichzeitig möchte sie ihre Familie nicht zusätzlich belasten und verbirgt deshalb vieles vor ihren Eltern. Gerade dieser innere Konflikt hat mich berührt.

Dann kommt der geheimnisvolle Spiegel ins Spiel. Zunächst scheint er einfach ein ungewöhnliches Geschenk ihres Bruders Lowen zu sein, doch schon bald wird klar, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Seine Oberfläche zeigt eine merkwürdig verzerrte Welt und Rhiannon beginnt zu hoffen, dass er vielleicht magisch ist und ihr sogar bei ihrer Suche nach einem Heilmittel helfen könnte.

Besonders neugierig gemacht haben mich außerdem ihre wiederkehrenden Träume von einer dunklen Gestalt am See, die sie mit dem Tod verbindet. Dass diese Gestalt ihr immer näher kommt, während gleichzeitig der geheimnisvolle Spiegel in ihr Leben tritt, lässt mich vermuten, dass beides miteinander verbunden sein könnte.

Ich bin sehr gespannt, wohin diese Mischung aus Fantasy, Krankheit, Familiengeschichte und geheimnisvollen Fae führt. Die Leseprobe hat bei mir jedenfalls genau das geschafft, was sie soll: Ich möchte unbedingt weiterlesen.