Düster, atmosphärisch und ein spannender Auftakt

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elirya Avatar

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King of Ravens hat mich vor allem mit seiner düsteren Atmosphäre und der Grundidee rund um Annon und den Rabenkönig Drystan überzeugt. Annon war mir schnell sympathisch und besonders ihre Willensstärke und ihr Wunsch, trotz ihrer Krankheit und der scheinbar ausweglosen Situation wieder zu ihrer Familie zurückzukehren, haben mir gefallen.

Auch Drystan fand ich als Charakter interessant, allerdings blieb er für mich lange etwas zu distanziert. Gerade bei der Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden hätte ich mir stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Das Worldbuilding rund um die Unterwelt hat viele spannende Ansätze und trägt sehr zur düsteren Grundstimmung des Buches bei. Gleichzeitig hätte ich mir hier mehr Erklärungen gewünscht. Einige Begriffe, Orte und Zusammenhänge werden eingeführt, ohne wirklich näher erläutert zu werden, sodass die Welt für mich nicht immer vollständig greifbar war.

Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig. Im Mittelteil verliert die Handlung allerdings etwas an Tempo und tritt für meinen Geschmack stellenweise zu sehr auf der Stelle. Zum Ende hin nimmt die Geschichte dafür wieder deutlich Fahrt auf und macht neugierig darauf, wie es im zweiten Band weitergeht.

Insgesamt ein gelungener Auftakt mit einer tollen Atmosphäre und einer interessanten Grundidee, der sein Potenzial für mich noch nicht ganz ausschöpft. 4 von 5 Sternen.