Leben und lieben in der Unterwelt

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svettusch Avatar

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King of Ravens ist optisch gesehen ein Buch, was ich mich sofort anspricht. Die düsteren Töne, die dezente Farbwahl und der schöne Farbschnitt, die im gesamten bereits den Inhalt der Geschichte andeuten, konnten mich überzeugen. Auch inhaltlich beginnt es total spannend: Annon lebt in einem kleinen Dorf an der Küste, relativ abgeschieden vom Rest der Welt, da sie unnheilbar krank ist. Ihre Krankheit scheint sich immer mehr zu verschlimmern und dem Tode nahe zu kommen. Doch eines Abends führt ein magischer Spiegel dazu, dass der Rabenkönig Drystan sie aufspüren kann - und sie als seine zukünftige Ehefrau mit in die Unterwelt nimmt.

Und obwohl es ab hier eigentlich so spannend hätte weitergehen können, hat mich das Buch mehr und mehr ... verloren. Sobald Annon in der Unterwelt ankommt, beginnen zahlreiche Erählungen von ihrem Aussehen, den Festen, den Aktivitäten. Irgendwie hatte ich mir von den Fae der Unterwelt und ihren Tricksereien auch mehr Biss erwartet. Stattdessen wirken sie und ihr Hofstaat vielmehr menschlich und ja, es gibt ein paar Zankereien, aber nichts Unerwartetes oder Tiefgreifenderes. Als dann eine der Rep-Cap als Spitznamen Asti erlaubt, konnte ich auch diese nicht mehr so recht ernstnehmen.

Auch die Liebeszeiehung zu Drystan konnte mich nicht vollends überzeugen. Seine Vergangenheit und warum er Annon also eigentlich hassen sollte, wurde kurz beleuchtet, aber danach hatte ich so einige Fragen, die Annon wiederum keineswegs stellte. Stattdessen ging es einfach weiter. Es war einfach nichts Neues, sondern vorhersehbar, was sich auch inhaltlich bei weiteren Handlungssträngen, siehe Annons Krankheit, so weiterzog. Da konnte man doch recht schnell erraten, was es damit auf sich hatte. Auch der Plot-Twist am Ende konnte mich da nicht überzeugen und auch hier kann ich mir denken, wie es weitergeht.

Die Reihe werde ich daher, trotz des vielversprechenden Startes, nicht weiterverfolgen.