Rabenschwarze Moral

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pelicant Avatar

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"King of Ravens" ist moralisch ziemlich dunkelgrau. Die ganze Atmosphäre ist düster und grausam, weil wir viel Gewalt und Leid beim Lesen miterleben.

Die Protagonistin Annon ist krank und auf Medikamente angewiesen. Eines Tages wird sie vom Herrscher der Unterwelt als Braut in dessen Reich entführt und lernt dort, zu ihrer wahren Stärke zu finden.

Drystan ist der LI der Geschichte und war mir ziemlich unsympathisch. Das hat sich leider bis zum Ende nicht großartig gelegt, auch wenn sich die Protagonistin in feinster Slow-burn-Art in ihn verliebt. Die Entwicklung der Beziehung ist realistisch erlebbar.

Annon habe ich als gebrochene Frau kennengelernt, die jegliche Hoffnung verloren hat. Hier möchte ich die Charakterentwicklung positiv erwähnen.

Ich fand es schön, dass der Schreibstil sehr einfach war. Das Lesen klappte so mit einer gehörigen Portion Müdigkeit trotdem mit Leichtigkeit. Etwas mehr Spannung habe ich mir erhofft, dafür dann sehr vielschichtige Charaktere bekommen. Das Buch drehte sich eher um die Tiefe der Personen, als um den Plot meinem Empfinden nach.

Etwas allgemein gehalten fand ich das Cover. Das ist zwar hübsch anzusehen, hätte aber auch zu jedem anderen Buch gepasst. Der Farbschnitt passt dafür super zum Cover und greif die Muster auf.

Ich bin mir unschlüssig über die Sternevergabe gewesen, denn einerseits ist es ein gutes Buch, andererseits nicht das, was ich erwartet habe. Deshalb gibt es von mir für "King of Ravens" 4 Sterne für eine gute neue Umsetzung von altbekannten Inhalten.