Unterhaltsame Romantasy, aber nichts Weltbewegendes!
Annon hat sich mit ihrer unheilbaren Krankheit abgefunden, aber als sie in die Unterwelt verschleppt wird, steht sie einem ganz anderen Schicksal entgegen: Drystan, der König der Raben. Ihn muss sie heiraten und neben der Bewältigung von Gefahren muss sie sich auch entscheiden, ob bei ihm oder bei den Menschen ihr Herz liegt.
“Die Dinge, die uns wichtig sind, werden uns immer genommen.” Die Sanftheit seiner Stimme trifft mich bis ins Mark. -Annon
Das war für mich ein solides Fantasy-Buch, das mich insgesamt gut unterhalten konnte, aber leider nicht wirklich aus der Masse heraussticht. Ich hatte durchaus Spaß beim Lesen und gerade die düstere Atmosphäre und die Dynamik zwischen den Charakteren konnten mich immer wieder bei der Stange halten. Gleichzeitig hatte ich aber auch ständig das Gefühl, vieles davon schon einmal irgendwo gelesen zu haben. Besonders der Hades-und-Persephone-Trope wird mittlerweile so häufig verwendet, dass es für mich immer schwieriger wird, einer weiteren Variante davon etwas wirklich Neues abzugewinnen. Auch das Ende, das offensichtlich auf einen Cliffhanger hinausläuft, konnte mich nicht mehr wirklich überraschen. Dafür wurden im Verlauf einfach zu viele Hinweise gestreut, sodass ich schon ziemlich früh eine Ahnung hatte, worauf das Ganze hinauslaufen würde. Das Cover, der Farbschnitt und die Gestaltung der Innenklappen sind zwar schön und passen zum Inhalt, aber auch diese stechen nicht aus der Masse heraus.
Die Story und das Worldbuilding haben mir grundsätzlich gefallen. Die Geschichte baut eine interessante, düstere Welt auf, in der Magie, Macht und die verschiedenen übernatürlichen Elemente gut miteinander verbunden werden. Besonders die Atmosphäre in der Unterwelt hat für mich einiges herausgeholt, denn das Buch schafft es, eine gewisse geheimnisvolle und teilweise bedrohliche Stimmung aufzubauen. Schon zu Beginn werden wir mit der unheilbaren Krankheit konfrontiert und nach dem harten Ereignis, dass dazu führte, dass Annon in die Unterwelt muss, hatte mich die Geschichte auch stellenweise im Bann. Die Handlung selbst ist durchaus spannend und hat einige interessante Entwicklungen zu bieten, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas, das sie von anderen Fantasygeschichten abhebt. Immer mal wieder gab es Punkte, an denen die Spannung und erhöhte Gefühle dafür sorgten, dass man am Ball bleibt, das flacht nur leider ziemlich schnell wieder ab.
Annon mochte ich insgesamt gerne. Sie ist keine Figur, die sich einfach in ihr Schicksal ergibt, sondern hat ihren eigenen Kopf und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Gerade ihre Entscheidungen und ihre Reaktionen auf die teilweise ziemlich schwierigen Situationen fand ich interessant. Trotzdem konnte sie mich nicht ganz so stark von sich überzeugen, wie ich es mir bei einer Geschichte mit diesem Setting gewünscht hätte. Einige ihrer Entscheidungen waren für mich nicht immer vollständig nachvollziehbar und manchmal sogar nervig. Gepunktet wurde mit dem Anfang auf der Erde, sowie damit, dass sie über 30 Jahre alt ist und sich als ruhige und fast naive Person weiterentwickelt. Schön war ihre Beziehung zu den Nebencharakteren, die zu Freunden oder Außenstehenden wurden, denn das gab den wohlverdienten Kick zurück, den man unbedingt braucht.
Auch der Love-Interest war für mich interessant, wobei natürlich besonders die Beziehung zwischen den beiden im Mittelpunkt steht. Die Liebesgeschichte ist definitiv ein wichtiger Bestandteil der Handlung und die Dynamik zwischen ihnen hat mir grundsätzlich gefallen. Drystan ist undurchschaubar und die wortgewandten Gespräche habe ich wohl am meisten genossen. Gleichzeitig konnte mich die Romanze nicht vollständig überraschen, da viele Entwicklungen doch ziemlich vorhersehbar waren. Der Hades-Persephone-Vibe ist dabei sehr deutlich spürbar – und genau hier liegt für mich auch eine der größten Schwächen: Dieser Trope wurde meiner Meinung nach inzwischen einfach schon sehr oft und in sehr vielen Variationen erzählt. Durch die arrangierte Ehe, die mit hinein spielt, hat das Buch trotzdem vier Sterne verdient. Ich hätte mir deshalb gewünscht, dass die Geschichte stärker ihren eigenen Weg geht und sich dadurch deutlicher von anderen Büchern abhebt. Da habe ich deutlich mehr Hoffnungen in den zweiten Band der Reihe, auch wenn ich nach diesem Auftakt erst einmal durchatmen muss.
Insgesamt haben wir einen atmosphärischen und gefühlvollen Romantasy-Auftakt, bei dem einfach die Überraschungen fehlen!
“Die Dinge, die uns wichtig sind, werden uns immer genommen.” Die Sanftheit seiner Stimme trifft mich bis ins Mark. -Annon
Das war für mich ein solides Fantasy-Buch, das mich insgesamt gut unterhalten konnte, aber leider nicht wirklich aus der Masse heraussticht. Ich hatte durchaus Spaß beim Lesen und gerade die düstere Atmosphäre und die Dynamik zwischen den Charakteren konnten mich immer wieder bei der Stange halten. Gleichzeitig hatte ich aber auch ständig das Gefühl, vieles davon schon einmal irgendwo gelesen zu haben. Besonders der Hades-und-Persephone-Trope wird mittlerweile so häufig verwendet, dass es für mich immer schwieriger wird, einer weiteren Variante davon etwas wirklich Neues abzugewinnen. Auch das Ende, das offensichtlich auf einen Cliffhanger hinausläuft, konnte mich nicht mehr wirklich überraschen. Dafür wurden im Verlauf einfach zu viele Hinweise gestreut, sodass ich schon ziemlich früh eine Ahnung hatte, worauf das Ganze hinauslaufen würde. Das Cover, der Farbschnitt und die Gestaltung der Innenklappen sind zwar schön und passen zum Inhalt, aber auch diese stechen nicht aus der Masse heraus.
Die Story und das Worldbuilding haben mir grundsätzlich gefallen. Die Geschichte baut eine interessante, düstere Welt auf, in der Magie, Macht und die verschiedenen übernatürlichen Elemente gut miteinander verbunden werden. Besonders die Atmosphäre in der Unterwelt hat für mich einiges herausgeholt, denn das Buch schafft es, eine gewisse geheimnisvolle und teilweise bedrohliche Stimmung aufzubauen. Schon zu Beginn werden wir mit der unheilbaren Krankheit konfrontiert und nach dem harten Ereignis, dass dazu führte, dass Annon in die Unterwelt muss, hatte mich die Geschichte auch stellenweise im Bann. Die Handlung selbst ist durchaus spannend und hat einige interessante Entwicklungen zu bieten, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas, das sie von anderen Fantasygeschichten abhebt. Immer mal wieder gab es Punkte, an denen die Spannung und erhöhte Gefühle dafür sorgten, dass man am Ball bleibt, das flacht nur leider ziemlich schnell wieder ab.
Annon mochte ich insgesamt gerne. Sie ist keine Figur, die sich einfach in ihr Schicksal ergibt, sondern hat ihren eigenen Kopf und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Gerade ihre Entscheidungen und ihre Reaktionen auf die teilweise ziemlich schwierigen Situationen fand ich interessant. Trotzdem konnte sie mich nicht ganz so stark von sich überzeugen, wie ich es mir bei einer Geschichte mit diesem Setting gewünscht hätte. Einige ihrer Entscheidungen waren für mich nicht immer vollständig nachvollziehbar und manchmal sogar nervig. Gepunktet wurde mit dem Anfang auf der Erde, sowie damit, dass sie über 30 Jahre alt ist und sich als ruhige und fast naive Person weiterentwickelt. Schön war ihre Beziehung zu den Nebencharakteren, die zu Freunden oder Außenstehenden wurden, denn das gab den wohlverdienten Kick zurück, den man unbedingt braucht.
Auch der Love-Interest war für mich interessant, wobei natürlich besonders die Beziehung zwischen den beiden im Mittelpunkt steht. Die Liebesgeschichte ist definitiv ein wichtiger Bestandteil der Handlung und die Dynamik zwischen ihnen hat mir grundsätzlich gefallen. Drystan ist undurchschaubar und die wortgewandten Gespräche habe ich wohl am meisten genossen. Gleichzeitig konnte mich die Romanze nicht vollständig überraschen, da viele Entwicklungen doch ziemlich vorhersehbar waren. Der Hades-Persephone-Vibe ist dabei sehr deutlich spürbar – und genau hier liegt für mich auch eine der größten Schwächen: Dieser Trope wurde meiner Meinung nach inzwischen einfach schon sehr oft und in sehr vielen Variationen erzählt. Durch die arrangierte Ehe, die mit hinein spielt, hat das Buch trotzdem vier Sterne verdient. Ich hätte mir deshalb gewünscht, dass die Geschichte stärker ihren eigenen Weg geht und sich dadurch deutlicher von anderen Büchern abhebt. Da habe ich deutlich mehr Hoffnungen in den zweiten Band der Reihe, auch wenn ich nach diesem Auftakt erst einmal durchatmen muss.
Insgesamt haben wir einen atmosphärischen und gefühlvollen Romantasy-Auftakt, bei dem einfach die Überraschungen fehlen!