Atmosphärischer Schwedenkrimi
„Das Schweigen der Insel“ überzeugt zunächst mit genau dem, was man sich von einem skandinavischen Krimi erhofft: eine dichte, leicht düstere Atmosphäre, ein spannender Schauplatz und eine Ermittlerin, die aus der Masse heraussticht. Vega Varg ist eine interessante Hauptfigur – erfahren, bodenständig, keine junge Überfliegerin, sondern eine Frau mit Lebenserfahrung, Ecken und Kanten. Besonders ihre Rolle als Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter verleiht ihr zusätzliche Tiefe.
Allerdings liegt hier für mich auch eine der Schwächen des Romans. Der Kriminalfall ist sehr stark mit Vegas Familienleben verknüpft – ein Stilmittel, das man aus vielen Schwedenkrimis kennt. Mir persönlich war dieser Fokus etwas zu dominant. Nicht jede Geschichte braucht eine so enge Verbindung zwischen Ermittlerin und Fall, und hier hätte ich mir mehr Distanz gewünscht.
Auch die verschiedenen Handlungsstränge konnten mich nicht vollständig überzeugen. Einer davon wirkte auf mich eher konstruiert, fast so, als müsse man unbedingt noch einen weiteren Spannungsbogen einbauen. Weniger wäre hier meiner Meinung nach mehr gewesen.
Ein weiteres Thema sind die Plot-Twists. Grundsätzlich liebe ich überraschende Wendungen – aber in diesem Fall waren es schlicht zu viele. Ein Twist funktioniert, zwei sind noch okay, doch wenn dann auf den letzten Seiten noch einer draufgesetzt wird, verliert das Ganze an Wirkung. Zudem war der Haupttwist für mich leider recht früh vorhersehbar. Wer viele Krimis liest, wird hier vermutlich ähnlich empfinden.
Was den Roman jedoch definitiv trägt, ist der Schreibstil. Dieser ist flüssig, atmosphärisch und sehr angenehm zu lesen. Auch die Übersetzung wirkt stimmig und rund, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht und gerne weiterliest.
Fazit:
Ein solider, atmosphärischer Schwedenkrimi mit einer starken Hauptfigur und tollem Schreibstil. Für Fans des Genres definitiv empfehlenswert. Wer allerdings schon viele nordische Krimis gelesen hat, könnte die Handlung als etwas vorhersehbar und in Teilen überladen empfinden.
Allerdings liegt hier für mich auch eine der Schwächen des Romans. Der Kriminalfall ist sehr stark mit Vegas Familienleben verknüpft – ein Stilmittel, das man aus vielen Schwedenkrimis kennt. Mir persönlich war dieser Fokus etwas zu dominant. Nicht jede Geschichte braucht eine so enge Verbindung zwischen Ermittlerin und Fall, und hier hätte ich mir mehr Distanz gewünscht.
Auch die verschiedenen Handlungsstränge konnten mich nicht vollständig überzeugen. Einer davon wirkte auf mich eher konstruiert, fast so, als müsse man unbedingt noch einen weiteren Spannungsbogen einbauen. Weniger wäre hier meiner Meinung nach mehr gewesen.
Ein weiteres Thema sind die Plot-Twists. Grundsätzlich liebe ich überraschende Wendungen – aber in diesem Fall waren es schlicht zu viele. Ein Twist funktioniert, zwei sind noch okay, doch wenn dann auf den letzten Seiten noch einer draufgesetzt wird, verliert das Ganze an Wirkung. Zudem war der Haupttwist für mich leider recht früh vorhersehbar. Wer viele Krimis liest, wird hier vermutlich ähnlich empfinden.
Was den Roman jedoch definitiv trägt, ist der Schreibstil. Dieser ist flüssig, atmosphärisch und sehr angenehm zu lesen. Auch die Übersetzung wirkt stimmig und rund, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht und gerne weiterliest.
Fazit:
Ein solider, atmosphärischer Schwedenkrimi mit einer starken Hauptfigur und tollem Schreibstil. Für Fans des Genres definitiv empfehlenswert. Wer allerdings schon viele nordische Krimis gelesen hat, könnte die Handlung als etwas vorhersehbar und in Teilen überladen empfinden.