Ein (fast) perfekter Thriller

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anne2809 Avatar

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Als großer Fan skandinavischer Krimis und Thriller ging ich mit großen Erwartungen an das Buch heran und wurde (zunächst) auch nicht enttäuscht. Es ist alles da, was das Thrillerherz begehrt.
Eine spannende, gut herausgearbeitete Story mit vielen Wendungen.
Sympathische Protagonisten, von denen jeder in gewisser Weise sein "Päckchen" zu tragen hat.
Verschiedene Zeitebenen, die alle wichtig für den Verlauf der Handlung sind.
Und ein fesselnder Schreibstil, der es mir kaum möglich machte, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen.
Einige Dinge aber heben das Buch etwas von anderen ihrer Art ab.
Zum einen der Ort der Handlung... eine kleine schwedische Schäreninsel, wo jede Familie zwar ein Boot, aber kein Auto hat. Und wo jeder jeden kennt. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Polizeichefin das Opfer schon seit dessen Kindheit kennt.
Und genau diese Polizeichefin ist das zweite etwas außergewöhnliche Detail. Denn mit 62 Jahren (wo doch die meisten schon an die Rente denken) ermittelt sie noch in vorderster Front.
Soweit alles perfekt.
Wenn nicht...ja, wenn nicht das Ende wäre.
Es kommt schnell, unerwartet und für mich auch etwas unbefriedigend.
Aber das ist sicher alles Ansichtssache. Auf jeden Fall ein tolles Buch und eine klare Leseempfehlung.
Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung.