Spannender Nordic Noir Krimi
In dem Kriminalroman geht es um Vera Varg eine Ermittlerin im fortgeschrittenen Alter, die in der Vergangenheit einige Schicksalsschläge hinnehmen musste. Aktuell wird ihr „Ziehsohn“ tot aufge-funden und die fieberhafte Suche nach dem Mörder beginnt. Parallel verschwindet eine Norwegerin, die zu einem Teamretreat auf der Insel ist. Als Leser wird man lange im Unklaren gelassen wie die ganzen Verbrechen zusammen hängen. Auch Rückblicke in Veras Leben und vor allem der Mord an Ihrem Ehemann wird im Verlauf immer wieder beleuchtet. Ich fand die Perspektivwechsel gelun-gen und überhaupt nicht verwirrend. Die Aufarbeitung der Familiengeschichte und die Persönlich-keit Vera Varg fand ich sehr ansprechend. Eine Ermittlerin, die nicht dem klassischem Klischee entspricht. An der ein oder anderen Stelle hatte der Roman kleine Schwächen. Ich fand, dass die Auflösung hinten raus einen zu kurzen Abschnitt eingenommen hat und dem Lesen sehr gehäuft vor die Füße gelegt wurde. Da hätte ich eine behutsamere Auflösung schöner gefunden. Es war innerhalb kürzester Zeit alles geballt. Was anfangs sehr behutsam alles für den Leser nachvollziehbar und in kleinen Häppchen dargelegt wird, wird hinten raus in geballter Form zusammenge-schrieben. Das war für mich etwas schnell. Grundsätzlich fand ich den Krimi aber solide und würde auch einen weiteren Fall von Vera Varg lesen. 4 Sterne von mir.