Vega Vargs persönlichster Fall – ein fulminanter Reihenauftakt!

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Als auf der idyllischen schwedischen Insel Südkoster ein Mord geschieht, gerät der ganze Ort in Aufruhr, denn der Tote ist allen bekannt, auch Vega Varg, Kriminalbeamtin vor Ort, kannte ihn seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, eine norwegische Zeugin verschwindet spurlos und ein akribische Spurensuche beginnt, die Vega weit in die Vergangenheit führt.

Das Cover leuchtet geradezu und Vega Varg erkennt man als Titelfigur. Das Schweigen der Insel ist ein perfekter Titel, denn es dauert lange, bis Vega dieses Schweigen aufbrechen kann. Was dann ans Licht kommt, erschüttert nicht nur die Insel. Vega Varg ist für mich eine bodenständige Person, über sechzig, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten und einer Nachzüglertochter, die ihr stets Sorgen bereitet. Sie wirkt für mich überzeugend und echt, und Asa Hellberg versteht es gekonnt, ihre Leserschaft mit einem geradlinigen Stil sofort in den Strudel der Ermittlungen einzubeziehen. Es ist ein wahres Verwirrspiel, Fäden laufen in die Vergangenheit, Zusammenhänge erstehen und zerfallen wieder, der Mord bleibt undurchsichtig und zieht einen weiteren nach sich, und ich war bis zum unvorhersehbaren, atemberaubenden Ende stets am Rätseln und Zweifeln. Mich hat das Buch gepackt, auch weil Vega Varg in ihrer Situation und mit ihren Gefühlen sehr gut beschrieben ist, eine Protagonistin, die im Leben steht und bei mir sehr überzeugend und sympathisch ankommt. Ich bin jetzt schon gespannt auf den Folgeband!