Verstrickungen

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enzian Avatar

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Die schwedische Insel Koster wird zum Schauplatz eines Verbrechens, als ein Toter auf einem Bootssteg gefunden wird. Kommissarin Vega Varg wohnt in der Nähe und ist als Erste vor an dem Ort. Sie übernimmt den Fall und kennt den jungen Mann seit seiner Kindheit. Schnell steht fest, dass er ermordet wurde. Darüber hinaus ist der Tote ein Kindheitsfreund ihrer Söhne, beide sind ebenfalls Polizisten. Der Fall nimmt sehr schnell eine Wendung, als kurz darauf eine Norwegerin, die den Toten gefunden hat, spurlos verschwindet. Nun dist Vega auf die Hilfe ihres norwegischen Kollegen Leopold angewiesen.

Das düster gestaltete Cover stimmt auf den Krimi ein. Mit „Das Schweigen der Insel“ eröffnet Autorin Åsa Hellberg den Auftakt zu einer neuen Krimireihe mit Kommissarin Vega Varg. Nachdem mich der Klappentext angesprochen hat und der Krimi spannend begann, war die Fortsetzung etwas langatmig. Daran änderte sich auch durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit nichts. Erst zur Mitte hin kam mehr Spannung auf. Die Autorin hat aus meiner Sicht den speziellen erotischen Vorlieben ihrer Figuren zu viel Spielraum eingeräumt.
Die Hauptprotagonistin Vega war mir sofort sympathisch, ebenso ihr etwa eigenwilliger Kollege Leopold. Der Verlauf der Ermittlungen gestaltet sich vor allem für Vega emotional sehr schwierig, da ihr Leben und das ihrer Familie in den Fokus gerät. Vor allem Tochter Moa bereitet ihr Sorgen, was die Autorin überzeugend darstellt. Die Rückblenden in die Vergangenheit der Kommissarin sowie ihrer Familie verdeutlichen, in welchem Konflikt sich Vega befindet.
Es kommt zu einigen überraschenden Wendungen in diesem Fall, das Ende des Krimis war unvorhersehbar, wirkt auf mich sehr konstruiert.
Insgesamt konnte mich der Krimi nicht überzeugen. Deshalb vergebe ich auch nur drei Sterne.