Geschäfte mit dem Ex

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
athene1989 Avatar

Von

„Velvet Falls – But the Gods forgot to die“ von Julia Dippel hat mich alleine schon von der Thematik her ziemlich neugierig gemacht, denn Dämonen und Götter zusammen finde ich recht spannend. Daher konnte ich es kaum abwarten, das Buch zu lesen.
Velvet hat immer davon geträumt, in einen Hexenzirkel aufgenommen zu werden. Doch durch einen Vorfall in ihrer Vergangenheit wurde sie zu einer Dämonenreiterin. Doch die dämonische Kräfte in ihr drinnen sind unberechenbar. Eines Tages wird sie von Visionen einer brennenden Zukunft heimgesucht und sie entdeckt, dass es ein magisches Virus geben soll, das die unsterblichen Götter auszulöschen droht. Um diese Zukunft nicht wahrwerden zu lassen, braucht sie das Blut der sieben göttlichen Söhne. Eine schwere Aufgabe, wenn sie nicht einen von ihn kennen würde: Kashmere Sinclair, auch Kash genannt. Er ist ihr Exfreund und Velvet ist alles andere als begeistert, ihn um Hilfe zu bitten, aber es geht um das Ende der Welt.
Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Buch unglaublich gut fand. Die Story hat mich die ganze Zeit mitgenommen, es gab kein einziges Spannungstief, was nicht viele Autoren hinbekommen. Selbst wenn es etwas ruhiger zuging, so fand ich es doch spannend, da man Velvet und Kash besser kennengelernt hat. Das kam auch davon, dass die Kapitel mal aus ihrer und mal aus seiner Sicht geschrieben worden. Dadurch kamen die Gedanken und die Gefühle der beiden gut rüber. Ich fand es einfach toll zu sehen, wie die beiden gewachsen sind. Velvet ist jemand, der sich nur um sich kümmert und keine Bindungen eingeht. Sie hat zwar einige Arrangements mit Männern, aber das auch nur, um die Bedürfnisse ihres Dämons zu stillen. Der Leser merkt aber schnell, dass sie sich dennoch um andere Leute sorgt. Das wurde vor allem durch ihren Lehrling Eddie deutlich. Sie war dagegen, dass er ihr folgt und doch hat sie sich immer mehr um ihn gekümmert und wollte, dass es ihm gut geht. Das fand ich schön zu sehen. Auch bei Kash hat man schnell gemerkt, dass Velvet ihn nicht so kalt lässt, wie er vorgibt und es sich selbst wünscht. Er zeigt sich ihr distanziert und macht deutlich, dass ihr Handel rein geschäftlich ist. Doch von Anfang an bemerkt der Leser, dass es da mehr gibt. Nach und nach nähern sich beide an, aber da gibt es etwas Ungesagtes zwischen ihnen und das kommt immer wieder auf, was es nur spannender gemacht hat, zu erfahren, was wirklich passiert ist und wie jeder es aus seiner Sicht wahrgenommen hat. Durch die Spannung haben sich die beiden auch einige Sachen an den Kopf gehauen, was immer wieder recht witzig war. Aber auch die Zusammentreffen mit den anderen Brüdern war recht unterhaltsam. Jeder hatte etwas für sich und es kam zu den skurilsten Begegnungen, wodurch es immer wieder lustig war. Die Action kam auch nicht zu kurz, gerade auch am Ende, das ich aber nicht ganz so gut gelungen fand, wie die gesamte Geschichte vorher. Auch die spicy Szenen waren nicht so ganz meines. Aber dennoch fand ich das Buch wirklich gut und vergebe 4,5 Sterne. Auf Portalen, die keine halben Sterne haben, runde ich auf fünf auf.