Hin- und hergerissen

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markusk Avatar

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Die Geschichte hatte durchaus einen schönen und spürbaren Slasher-Horrorfilm-Charakter der 80er, das hat richtig Spaß gemacht!

Ab etwa Seite 80 ging ich davon aus (Achtung mögliche Spoiler), dass unsere Protagonistin Laura aufgrund bis dahin unbekannter Vorkommnisse aus ihrer Vergangenheit und kausaler Verdrängungen selber die Täterin ist. Das hätte mich am Ende tatsächlich sehr enttäuscht, wenn es so gekommen wäre (gibt es mit diesem Strickgewand bereits ausreichend Thriller). Wie sie das bei dem Brückenspringer gemacht haben sollte, davon wollte ich mich überraschen lassen.

Das Ende (Achtung ggf. wieder Spoiler) empfand ich für die Geschichte fast ein wenig unwürdig. Aus dem 80er-Horror-Feeling heraus wird der Bösewicht aus Laura hinausgewürgt, Final Showdown auf einem Häuserdach, wobei Laura ebendann die passenden Erinnerungen heraufbeschwört, um den Bösewicht, der tatsächlich ein nicht so netter Mann aus ihrer Kindheit war, zu "besiegen".

Die Charaktere haben mir alles sehr gefallen, empfand ich auch als sehr authentisch. Das Ende hat es für mich dann leider ein wenig herumgerissen und, muss ich zugeben, für mein Gefühl etwas kaputt gemacht.

Ich bitte um Nachsicht, wenn ich diese Rezension nicht auf anderen Plattformen teile, möchte ich nicht, dass das Buch dadurch schlecht dasteht. Was es nicht tut, das Buch ist gut! Wie gesagt, für mein Empfinden war das Ende nicht so gelungen.