Merkwürdig

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gihild Avatar

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Die Journalistin Laura Warren bekommt den Auftrag, über das Remake eines Horrorfilmes zu berichten. Erst auf dem Flug zum Drehort wird ihr klar, dass es ein Film ist, in dem sie 30 Jahre zuvor als kleines Mädchen die Hauptrolle innehatte. Und dass es damals hieß, dieser Film sei verflucht worden, da mehrere Mitwirkende auf unheimliche Weise starben.
Und schon auf der Fahr zum Drehort sieht sie den ersten Selbstmord. Ein Mann stürzt von einer Autobahnbrücke.
Dieses Erlebnis katapultiert sie emotional sofort 30 Jahre zurück, als sie als Kind die Hauptdarstellerin des Horrorfilms „The Guesthouse“ gespielt hat. Und mit einem unguten Gefühl fährt sie ans Filmset.
Dort kommt es wieder zu einigen rätselhaften Morden und Laura wird von einem Horrorwesen – dem Needleman – verfolgt. Was will er von ihr? Ist er überhaupt real oder entspringt dieser Mann nur ihrer Fantasie? Gibt es wirklich einen Fluch, der auf diesem Film liegt?
Ihre Angst nimmt immer mehr zu. Unterstützt wird sie von dem Medium, was extra für dieses Remake geholt wurde. Trotzdem wird die Situation für Laura immer unheimlicher. Selbst als ihre geliebte Schwester Amy sie besucht, lässt die Bedrohung nicht nach, sondern nimmt eher zu. Werden die 3 Frauen dem Grauen ein Ende setzen können?
Die Story zieht einen sofort in den Bann. Durch die eingeschobenen Tiktok Nachichten, die Zeitungsartikel und Drehbuchauszüge bekommen die Lesenden das Gefühl, mitten im Geschehen zu stehen.
Das Cover mit dem samtartig hervorgehobenen Filmnegativ und dem Feuerzeug passt gut zum Inhalt.
Das Buch liest sich gut und baut Spannung auf. Die Figuren sind überzeugend herausgearbeitet.
Ich habe das Buch mit der Erwartung gelesen, einen Thriller mit Horror-Elementen in den Händen zu halten. Auf Mystery-Elemente war ich nicht gefasst und sie schienen mir auch irgendwie störend. Die Situation der Journalistin, die sich ihren Traumata stellen musste, wurde in meinen Augen nicht ausreichend aufgegriffen, sondern eher mit Mystery ausgekleidet, wo eine andere Erklärung in meinen Augen überzeugender gewesen wäre.
Daher hat mich auch das Ende nicht wirklich überzeugt, trotz des wirklich ausgezeichneten Schreibstiles.