Nicht mein Geschmack

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cydonia Avatar

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Unter Thriller mit Gruselfaktor hatte ich etwas völlig anderes erwartet. Ein Thriller war es für mich nicht, dazu hat es mir an Spannung gefehlt. Ich würde das Buch ins Genre „gemäßigter Horror“ einordnen.

Der Schreibstil war gut und flüssig. Aus dem Plot hätte man einen tollen Thriller machen können, doch leider wurde das Potential in meinen Augen verschenkt.

Die Journalistin Laura wird von ihrem Chef und Exfreund nach L.A. geschickt, um über ein Remake zu berichten, ein Remake von „The Guesthouse“, einem Horrorfilm, in dem sie selbst als kleines Mädchen – gezwungen von ihrer Mutter - die Hauptrolle spielte. Damals starben während der Dreharbeiten diverse Kollegen unter mysteriösen Umstände. Die jeweilige Todesart entsprach dem Drehbuch und man munkelte von einem Fluch. Kaum kommt Laura in L.A. an, beginnt die Todesserie erneut und Laura muss sich mit ihrer Vergangenheit befassen.

So weit ganz spannend. Für mich zog sich das Buch „Verbrenn das Negativ“ dann aber wie Kaugummi und ich war mehrmals nah dran, abzubrechen. Man hätte das Geschehen wesentlich konzentrierter schildern können und die Personen glaubwürdiger. Die Idee mit dem Medium fand ich z.B. sehr gut, die Figur dann allerdings enttäuschend.
Mir hat die Buchidee an sich gut gefallen, die Umsetzung im Buch leider nicht. Als Drehbuch für einen Film kann ich es mir jedoch wunderbar vorstellen.