Nicht meins

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pajo47 Avatar

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Die Journalistin Laura Warren soll über die Dreharbeiten zu einem Horrorfilm berichten, der ein Remake eines früheren Films ist. In diesem Originalfilm hatte Laura als Kind selbst eine Hauptrolle gespielt – damals auf Drängen ihrer ehrgeizigen Mutter und mehr oder weniger gegen ihren eigenen Willen. Nach Abschluss der damaligen Dreharbeiten kamen acht Mitglieder aus Cast und Crew auf mysteriöse Weise ums Leben. Nun scheint sich diese tödliche Serie beim Remake fortzusetzen: Erneut sterben mehrere Beteiligte unter ungeklärten Umständen. Die zentrale Frage ist, ob es gelingen wird, die Ereignisse zu stoppen und die wahre Ursache der damaligen Todesfälle aufzudecken.

Nach dem Klappentext und der Leseprobe war ich davon ausgegangen, einen Thriller in den Händen zu halten. Während der Lektüre stellte sich jedoch heraus, dass der Roman deutlich stärker dem Horrorgenre zuzuordnen ist – und zwar nicht nur innerhalb der Filmhandlung, sondern auch in der eigentlichen Romanhandlung. Das entspricht leider gar nicht meinem persönlichen Geschmack. Damit hätte ich mich vielleicht noch arrangieren können, wenn der Schreibstil sich dem jeweiligen Geschehen angepasst hätte. Genau das ist jedoch nicht der Fall.

Der Roman steuert auf einen Höhepunkt zu, der in einem brennenden Haus spielt, in dem sich die wichtigsten Figuren befinden. Stilistisch wird diese Szene jedoch so nüchtern und emotionslos geschildert, als handle es sich um eine gemütliche Feier. Von der Spannung und Dramatik, die man an dieser Stelle erwarten würde, ist kaum etwas zu spüren.

Wer Horrorgeschichten liebt, könnte an diesem Roman möglicherweise Gefallen finden. Für mich war er leider nicht überzeugend.