Solider, spannender Thriller mit Horrorelementen
Wer bei Verbrenn das Negativ mit brutalem Horror rechnet, kann erstmal durchatmen. Dieses Buch setzt nicht auf Blut, Jumpscares oder laute Schockeffekte. Der Horror beginnt viel leiser und genau das macht ihn so wirkungsvoll. Im Mittelpunkt steht die Journalistin Laura Warren, die für einen Artikel nach L.A. reist, um über das Remake eines alten Horrorfilms zu berichten. Brisant daran ist, sie selbst spielte vor 30 Jahren die Hauptrolle in diesem Film, als Kind mit der unheimlichen Fähigkeit, Menschen ihren Tod vorherzusagen. Kurz nach den Dreharbeiten starben acht Mitglieder von Cast und Crew unter mysteriösen Umständen. Der Film galt seitdem als verflucht. Laura zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und änderte ihr Leben komplett.
Doch nun scheint der Fluch zurückzukehren. Schon auf dem Weg zum Set springt ein Mann von einer Brücke und stirbt direkt hinter ihrem Auto. Als später auch am Filmset die erste Leiche auftaucht, ist klar, dass das hier mehr ist als nur ein schlechter Zufall. Laura beschließt, der Wahrheit endlich auf den Grund zu gehen, bevor der Fluch sie selbst einholt. Die Spannung baut sich langsam, aber sehr effektiv auf. Man erfährt Stück für Stück mehr über Lauras Vergangenheit, vieles wird nur angedeutet und erst später aufgelöst. Das sorgt für ständiges Rätselraten: Was ist real? Was spielt sich nur in Lauras Kopf ab? Besonders gelungen sind die vielen kleinen Details wie Drehbuchauszüge oder Interviews mit ehemaligen Beteiligten des Originalfilms. Sie machen die Geschichte sehr greifbar und geben ihr eine fast schon „metaartige“ Ebene zwischen Filmwelt und Realität.
Die Atmosphäre ist durchgehend düster, leicht nostalgisch und stark von klassischen Horrorfilmen der 70er, 80er und 90er geprägt. Gleichzeitig arbeitet der Roman stark psychologisch: Zweifel schleichen sich ein, frühere Szenen bekommen im Nachhinein eine ganz neue Bedeutung, und als Leser:in merkt man, dass man selbst Teil dieses Spiels geworden ist.
Nicht alles ist perfekt. An manchen Stellen zieht sich das Tempo etwas und das überraschende paranormale Element war für mich stellenweise fast schon zu viel. Auch Laura ist keine einfache Protagonistin. Zwar interessant, aber manchmal anstrengend. Trotzdem trägt sie die Geschichte glaubwürdig.
Das Finale ist für mich ganz klar das Highlight. Ohne zu spoilern: es fühlt sich rund und befriedigend an und verändert rückblickend den Blick auf die gesamte Geschichte. Genau so ein Ende, wie man es von einem richtig guten Horrorfilm kennt.
Unterm Strich ist Verbrenn das Negativ ein atmosphärischer, clever konstruierter Psychothriller mit starkem Horrorfilm-Flair. Kein Buch, nach dem man das Licht nicht mehr ausschalten kann, sondern eher ein wohliger, nachhaltiger Grusel, der im Kopf bleibt. Perfekt für alle, die Horror mögen, bei dem nicht nur etwas passiert, sondern sich auch das eigene Denken langsam verschiebt. Wer klassische Horrorfilme liebt und Spaß an psychologischem Nervenkitzel hat, macht mit diesem Buch definitiv nichts falsch.
Doch nun scheint der Fluch zurückzukehren. Schon auf dem Weg zum Set springt ein Mann von einer Brücke und stirbt direkt hinter ihrem Auto. Als später auch am Filmset die erste Leiche auftaucht, ist klar, dass das hier mehr ist als nur ein schlechter Zufall. Laura beschließt, der Wahrheit endlich auf den Grund zu gehen, bevor der Fluch sie selbst einholt. Die Spannung baut sich langsam, aber sehr effektiv auf. Man erfährt Stück für Stück mehr über Lauras Vergangenheit, vieles wird nur angedeutet und erst später aufgelöst. Das sorgt für ständiges Rätselraten: Was ist real? Was spielt sich nur in Lauras Kopf ab? Besonders gelungen sind die vielen kleinen Details wie Drehbuchauszüge oder Interviews mit ehemaligen Beteiligten des Originalfilms. Sie machen die Geschichte sehr greifbar und geben ihr eine fast schon „metaartige“ Ebene zwischen Filmwelt und Realität.
Die Atmosphäre ist durchgehend düster, leicht nostalgisch und stark von klassischen Horrorfilmen der 70er, 80er und 90er geprägt. Gleichzeitig arbeitet der Roman stark psychologisch: Zweifel schleichen sich ein, frühere Szenen bekommen im Nachhinein eine ganz neue Bedeutung, und als Leser:in merkt man, dass man selbst Teil dieses Spiels geworden ist.
Nicht alles ist perfekt. An manchen Stellen zieht sich das Tempo etwas und das überraschende paranormale Element war für mich stellenweise fast schon zu viel. Auch Laura ist keine einfache Protagonistin. Zwar interessant, aber manchmal anstrengend. Trotzdem trägt sie die Geschichte glaubwürdig.
Das Finale ist für mich ganz klar das Highlight. Ohne zu spoilern: es fühlt sich rund und befriedigend an und verändert rückblickend den Blick auf die gesamte Geschichte. Genau so ein Ende, wie man es von einem richtig guten Horrorfilm kennt.
Unterm Strich ist Verbrenn das Negativ ein atmosphärischer, clever konstruierter Psychothriller mit starkem Horrorfilm-Flair. Kein Buch, nach dem man das Licht nicht mehr ausschalten kann, sondern eher ein wohliger, nachhaltiger Grusel, der im Kopf bleibt. Perfekt für alle, die Horror mögen, bei dem nicht nur etwas passiert, sondern sich auch das eigene Denken langsam verschiebt. Wer klassische Horrorfilme liebt und Spaß an psychologischem Nervenkitzel hat, macht mit diesem Buch definitiv nichts falsch.