Viel Potenzial. Leider nicht genutzt...
Vorab:
Sowohl der Klappentext, als auch das Cover waren für mich sehr ansprechend und passen meiner Meinung nach gut zusammen. Die Texturdetails fand ich sehr schön.
Nicht falsch verstehen, ich empfand das Buch als unterhaltsam. Leider aber nicht mehr. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses Buch einordnen soll.
Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass ich bereits viele Bücher des Genres und auch Settings gelesen habe, die mich völlig umgehauen haben.
Wahrscheinlich bin ich aus diesem Grund besonders kritisch mit diesem Buch, das mich bedauerlicherweise sehr enttäuscht hat.
Das vorab einmal gesagt.
Ich hole mal etwas aus:
Dafür, dass sich das gesamte Buch um diesen alten Film dreht, von dem ständig geschwärmt oder gesprochen wird, wird am Ende wenig davon verraten/gezeigt. Das gelegentliche Eingestreuen von Filmszenen oder Erinnerungen an diese hätte mir echt geholfen, den Hype zu verstehen. Auch Vergleiche zwischen Filmszenen und den aktuellen Geschehnissen hätten dem Ganzen wesentlich mehr Tiefe und auch Horror gegeben. So wirkt dieser „scheins“ so bekannte und beliebte Film für den Leser einfach nur abstrakt. Eine verpasste Chance, um mehr Horror und auch Atmosphäre einzubringen.
Man merkt Josh Winning an, dass er auch ein Fan des Alten-Horrorfilm-Genres ist. Hier und da sehe ich die Inspiration von mir bekannten Filmen. Das ist auch gar nicht schlimm, kann aber wesentlich besser gemacht werden. Ein schönes Beispiel dafür: Grady Hendrix “The Final Girl Support Group“.
Leider habe ich ein wenig das Gefühl, als wäre kein richtiger Fokus gesetzt worden. Es gibt meiner Meinung nach zwei Wege, wie so ein Buch funktionieren kann. Entweder man legt den Fokus auf die Atmosphäre, den Vibe von Old-Film-Hollywood, und streut hier und da subtilen Horror ein, oder der Fokus zielt auf die Charaktere und deren Psyche, die nicht nur durch ein Trauma, sondern auch durch das Aufwachsen als Kinderstars, beeinflusst wurde.
Da das Buch versucht, alles davon ein wenig anzuschneiden, wirkte die Geschichte für mich ein wenig unbefriedigend und ließ mich mit einem Gefühl von „etwas fehlt“ zurück. Es wurde einfach zu viel versucht ALLES davon einzustreuen.
Zu den Charakteren:
Es wurde zwar versucht, einen Hauptcharakter zu erschaffen, der nachvollziehbar ist, da wir jedoch nicht wirklich ausführlich über die Gedankenwelt von früher und auch heute sprechen, wirkt Laura platt. Laura war für mich ein emotional einfach völlig distanzierter Charakter.
Das Medium war für mich eine Riesenenttäuschung, muss ich sagen. Die Storyline eines Mediums an einem Ort, an dem ein Fluch so vielen Menschen brutal das Leben nahm, war der eigentliche Grund, aus dem ich das Buch lesen wollte.
Dieser Aspekt hatte so unfassbar viel Potenzial, dass für mich überhaupt nicht genutzt wurde.
Aber ist so viel charakterliche Tiefe überhaupt nötig?
Nein. Wenn man den Fokus, wie gesagt, auf den Vibe und ein atmosphärisches Bild legt.
Ich weiß nicht, ob ich die richtige Leserin für dieses Buch bin. Ich glaube, dass viele Leser an dem Buch ihre Freude haben werden. Meins war es leider nicht.
Sowohl der Klappentext, als auch das Cover waren für mich sehr ansprechend und passen meiner Meinung nach gut zusammen. Die Texturdetails fand ich sehr schön.
Nicht falsch verstehen, ich empfand das Buch als unterhaltsam. Leider aber nicht mehr. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses Buch einordnen soll.
Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass ich bereits viele Bücher des Genres und auch Settings gelesen habe, die mich völlig umgehauen haben.
Wahrscheinlich bin ich aus diesem Grund besonders kritisch mit diesem Buch, das mich bedauerlicherweise sehr enttäuscht hat.
Das vorab einmal gesagt.
Ich hole mal etwas aus:
Dafür, dass sich das gesamte Buch um diesen alten Film dreht, von dem ständig geschwärmt oder gesprochen wird, wird am Ende wenig davon verraten/gezeigt. Das gelegentliche Eingestreuen von Filmszenen oder Erinnerungen an diese hätte mir echt geholfen, den Hype zu verstehen. Auch Vergleiche zwischen Filmszenen und den aktuellen Geschehnissen hätten dem Ganzen wesentlich mehr Tiefe und auch Horror gegeben. So wirkt dieser „scheins“ so bekannte und beliebte Film für den Leser einfach nur abstrakt. Eine verpasste Chance, um mehr Horror und auch Atmosphäre einzubringen.
Man merkt Josh Winning an, dass er auch ein Fan des Alten-Horrorfilm-Genres ist. Hier und da sehe ich die Inspiration von mir bekannten Filmen. Das ist auch gar nicht schlimm, kann aber wesentlich besser gemacht werden. Ein schönes Beispiel dafür: Grady Hendrix “The Final Girl Support Group“.
Leider habe ich ein wenig das Gefühl, als wäre kein richtiger Fokus gesetzt worden. Es gibt meiner Meinung nach zwei Wege, wie so ein Buch funktionieren kann. Entweder man legt den Fokus auf die Atmosphäre, den Vibe von Old-Film-Hollywood, und streut hier und da subtilen Horror ein, oder der Fokus zielt auf die Charaktere und deren Psyche, die nicht nur durch ein Trauma, sondern auch durch das Aufwachsen als Kinderstars, beeinflusst wurde.
Da das Buch versucht, alles davon ein wenig anzuschneiden, wirkte die Geschichte für mich ein wenig unbefriedigend und ließ mich mit einem Gefühl von „etwas fehlt“ zurück. Es wurde einfach zu viel versucht ALLES davon einzustreuen.
Zu den Charakteren:
Es wurde zwar versucht, einen Hauptcharakter zu erschaffen, der nachvollziehbar ist, da wir jedoch nicht wirklich ausführlich über die Gedankenwelt von früher und auch heute sprechen, wirkt Laura platt. Laura war für mich ein emotional einfach völlig distanzierter Charakter.
Das Medium war für mich eine Riesenenttäuschung, muss ich sagen. Die Storyline eines Mediums an einem Ort, an dem ein Fluch so vielen Menschen brutal das Leben nahm, war der eigentliche Grund, aus dem ich das Buch lesen wollte.
Dieser Aspekt hatte so unfassbar viel Potenzial, dass für mich überhaupt nicht genutzt wurde.
Aber ist so viel charakterliche Tiefe überhaupt nötig?
Nein. Wenn man den Fokus, wie gesagt, auf den Vibe und ein atmosphärisches Bild legt.
Ich weiß nicht, ob ich die richtige Leserin für dieses Buch bin. Ich glaube, dass viele Leser an dem Buch ihre Freude haben werden. Meins war es leider nicht.