Anfangs amüsant und dann etwas schräg!

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Die Familie Flynn besteht aus drei Töchtern, Mutter und Vater. Sonntags wird in die Kirche gegangen - eigentlich. Eine Familie, die es nicht so einfach hat. Mutter Catherine ist mitten in einer Sinnkrise und hat die Ehe mit ihrem Mann Bud geöffnet. Bud lebt vorübergehend in seinem Auto in der Garage und findet in einer Selbsthilfegruppe Zuflucht: bei den verlorenen Schäfchen. Die jüngste Tochter Harper ist einer großen Verschwörung auf der Spur - glaubt sie zumindest. Lousie hat voll zu tun mit ihrem Online-Lover und Abigail datet den Kriegsverbrecher Wes. Und all diese Fäden laufen bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.
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Meine persönliche Meinung:
Beim Lesen des Klappentextes merkt man sofort, dass es sich hier um eine überaus chaotische Familiengeschichte handelt. Das Buch beginnt auch ab der ersten Seite an richtig amüsant und ich musste desöfteren schmunzeln. Leider wurde der Roman allerdings sehr schnell richtig schräg, manche Szenen empfand ich sprachlich sehr vulgär und haben so gar nicht in die Geschichte gepasst, für mich zumindest. All die Charaktere, die wir in diesem Buch kennenlernen, geraten nach und nach aus unterschiedlichen Gründen an den Rand der Gesellschaft. Im Verlauf der Handlung entfernen sich die Jugendlichen immer weiter von stabilen Lebensstrukturen. Einige von ihnen geraten in Konflikt mit Autoritäten, brechen Regeln oder treffen impulsive Entscheidungen, die ihre Situation verschärfen. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie stark ihr Verhalten von inneren Unsicherheiten, verletzten Gefühlen und dem Wunsch nach Anerkennung geprägt ist. Die Wege der Figuren kreuzen sich mehrfach: Freundschaften entstehen, zerbrechen wieder oder werden auf die Probe gestellt. Besonders prägend sind Situationen, in denen die Jugendlichen mit den Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert werden – etwa durch Streit mit der Familie, schulische Probleme oder persönliche Krisen. Diese Wendepunkte zwingen sie dazu, über ihr Leben nachzudenken. Der Schluss des Romans bleibt teilweise offen, zeigt aber eine vorsichtige Entwicklung: Einige der Jugendlichen finden neue Orientierung und versuchen, ihr Leben neu zu ordnen, während andere noch auf der Suche sind. Ich hätte mir nur gewünscht, dass dieser Humor, der sich anfangs so schön durchgezogen hat, bestehen bleibt und wie ich bereits erwähnt habe, haben manche Szenen so gar nicht in die Geschichte gepasst und hätte man somit getrost weg lassen können. Ein Roman, den man lesen kann, aber nicht muss - sozusagen ein nettes Buch für zwischendurch.