Eine etwas andere Familiengeschichte
Im Mittelpunkt des neuen Romans "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash steht die Familie Flynn, die in einer amerikanischen Vorstadt lebt. Als Mutter Catherine nach jahrelangem Ehealltag, der sie zunehmend frustriert und nicht zufriedengestellt, für eine sogenannte "offene Ehe" plädiert, zieht Vater Bud in sein Auto in der Garage und schließt sich der Selbsthilfegruppe "Verlorene Schäfchen" an. Die Autorin schildert den Familienalltag in einem locker leichten sehr legeren Schreibstil, immer unterlegt mit einem schrägen Humor und viel Ironie. Ein bisschen gestört hat mich, dass sie dabei so manches Mal über den Punkt hinaus schießt, hier wäre weniger ein bisschen mehr gewesen, so rutschen die Pointen ins zu Absurde ab. Von den veränderten Verhältnisse zwischen den Eltern sind natürlich auch die drei Kinder betroffen, die damit, der eine mehr der andere weniger, klar kommen. Auch den Alltag der Kinder schildert Madeline Cash auf humorvolle interessante Weise, so dass tatsächlich ein Bild der amerikanischen Durchschnittsfamilie abgebildet wird. Auch wenn einem das Lachen schon mal im Halse stecken bleibt, fühlte ich mich gut unterhalten und habe das Buch in einem Rutsch weggelesen!