Eine lustige und stellenweise skurrile Story

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
sunshine_loves.you Avatar

Von

Das Cover mitsamt Titel ist mir hier sofort ins Auge gesprungen… der Plot dazu könnte nicht unterhaltsamer sein:
„Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.“

Mit zwei Dingen hat man mich quasi bereits nach wenigen Seiten, eins davon ist Humor. Und den gibt es hier. Nicht ununterbrochen, nicht als Klamauk, sondern richtig schön trocken mit der passenden Prise Unterhaltung.

Allein schon das „Grundgerüst“ ist so bezeichnend- das sich Catherine und Bud auseinander gelebt haben und sie nun Anschluss beim Nachbarn sucht während Bud in eine Selbsthilfegruppe mit besagtem Namen geht. Dazu drei wilde und völlig unterschiedliche Töchter und alle tragen ihren Teil zur Geschichte bei, da bleibt bei mir kein Auge trocken.

Ich hatte zwar keinen Favoriten hier, denn alle haben mal etwas sympathisches und etwas nicht so sympathisches an sich, aber die Art und Weise wie einem die Story durch jedwede Augen vermittelt wird hilft zum einen den gesamten Zusammenhang zu erkennen (es gibt nämlich btw auch noch kriminalistisch etwas aufzuarbeiten 🤫), sondern trägt auch zum Verständnis für den einen oder anderen bei.

So wirr wie sich’s hier vielleicht liest war es trotz wechselnder Erzählperspektiven nicht, aber man muss schon dran bleiben um den Anschluss nicht zu verlieren.

Für mich eine sehr unterhaltsame, lustige und stellenweise skurrile Story.