Eine verrückt-sympathische Familie fernab von Idylle

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irina2605 Avatar

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Mehr Reality aus dem echten Leben? Here you go. Auch wenn manche Parts des Romans aberwitzig und absurd erscheinen, so könnte man sich doch fragen: Wie weit man mit seinem eigenen Alltag weg ist von diesem Irrsinn? ;) Ich fand den Roman Verlorene Schäfchen richtig unterhaltsam. Stellenweise witzig, aber auch ernste Fragen eines Familiendaseins werden hier thematisiert. Und seien wir mal ehrlich: Welche Familie (auch um uns herum) ist schon perfekt und normal, was auch immer das Normale sein soll.
So auch die Familie Flynn, die in einem idyllischen Vorort in Amerika lebt. Die Eltern, Catherine und Bud, scheinen als Ehepaar auseinanderzudriften. Bud tritt sogar einer Selbsthilfegruppe Namens Verlorene Schäfchen bei und die drei Töchter, Louise, Abigail und die jüngste Harper, wurschteln mit ihren eigenen Problemen vor sich hin, treiben sich unter anderem mit seltsamen Leuten rum und geraten hier und da auf schiefe Bahnen. So weit so gut! Der Roman ist schön flüssig, teilweiße schwarzhumorig (was ich sehr mag, wohlgemerkt) und schön unterhaltsam. Und am Ende ist es eine Verschwörungstheorie, des die Familie nachgeht und die verstreuten Familienmitglieder wieder zusammenbringt.
Dieses Buch birgt eine tolle Story über Menschen wir selbst es sind. Großes Lob an die junge Schriftstellerin Madeline Cash. Mit Verlorene Schäfchen ist ein richtig cooler Page-Turner gelungen.