Girls, girls, girls!

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stricki Avatar

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Ein genresprengender Roman mit viel Witz, skurrilen Gestalten, und einer Prise Krimi. Im Grunde ein ungewöhnlicher Familienroman, der konservative Wertvorstellungen provoziert - etwas, dass mich neugierig machte. Teenage-Girls mit hochproblematischen Freunden, das klang nach einer wilden, anarchischen Geschichte, die sich etwas traut.

Der Roman startet vielversprechend, verliert dann aber an Fahrt. Die offene Ehe der Flynns klingt dann doch eher nach klassischen Eheproblemen denn "künstlerischer Freiheit". Lediglich die Szene mit dem Nachbarn und seinen Ton-Vaginen war unglaublich lustig!
Die Töchter sind die Stars der Geschichte, ihre Wahl in Liebesangelegenheiten und auch insgesamt ihr "Way of life" zum Haare raufen!

Leider geht Madeline Cash nicht in die Tiefe, wie ihr Idol Jonathan Franzen, und wie ich mir das auch gewünscht hätte. Abigail und Wes, Louise und "Yours", was hätte sie da noch rausholen können. Es ist deutlich mehr Comedy denn Drama.

Cash kann schreiben, sie hat tolle Ideen. "Verlorene Schäfchen" hat mich auf jeden Fall unterhalten.