Hält nicht ganz, was es verspricht

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tochteralice Avatar

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Ein Roman über eine Familie, die auseinander driftet und dann wieder zusammenkommt. Beim Hineinschauen in das Buch war ich hin und weg vom witzigen und stellenweise rasanten Stil und den originellen Einfällen der Autorin!

Mutter, Vater und drei Töchter, von denen Harper, die jüngste, mit Abstand die Pfiffigste und Schlauste ist, die älteste Schwester Abigail ist wunderschön, aber nicht nur bei den Jungs sehr beliebt, die mittlere, Louise, frömmelt ein bisschen.

Die Eltern stehen dem in nichts nach, der Vater vermutet, dass seine Frau eine Affäre mit dem Nachbarn hat, will, nein: muss auf Druck seines eigenartigen Arbeitgebers in eine kirchliche Therapiegruppe und trifft dort auf etwas ganz anderes. Wie auch an anderen (Bau)Stellen seines Lebens.

Für mich ging es schließlich mit der Originalität deutlich zu weit, vieles war über meiner Toleranzgrenze, von der ich eigentlich dachte, sie sei hoch gesetzt. Jetzt musste ich mich eines Besseren belehren lassen, es gab zwar immer mal die ein oder andere gute Idee, zwischendurch blitzte mal die Absicht der Autorin - durchaus anspruchsvoll - hervor, aber das war es auch. Teilweise war es - obwohl gut geschrieben - für mich sogar anstrengend zu lesen. Keine Autorin, die ich mir merken werde.