Irre gut

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liniheg Avatar

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Ich kannte die Autorin Madeleine Cash bereits durch das Forever Mag Magazine, von dem ich ein großer Fan bin. Deshalb war ich sehr gespannt auf ihren Debütroman „Verlorene Schäfchen“ – und wurde definitiv nicht enttäuscht.

Worum geht es?
In ihrem Roman erzählt Cash auf humorvolle und zugleich feinfühlige Weise von der Familie Flynn, die eigentlich wie eine Bilderbuchfamilie wirken könnte – wenn nicht gerade jedes Familienmitglied mit seiner ganz eigenen kleinen Sinnkrise beschäftigt wäre. Die Eltern stecken beispielsweise mitten in einer Ehekrise, und der Vater lebt bereits im Auto in der Garage, zwischen all den Kartons.

Schon auf den ersten Seiten zeigt sich der trockene, urkomische Humor, der sich durch das gesamte Buch zieht. Auch der Schreibstil ist flüssig, strukturiert und angenehm leicht zu lesen, weshalb ich das Buch wirklich gerne gelesen habe.

Besonders gut gefällt mir, dass jedes Familienmitglied ein eigenes Kapitel bekommt. Dadurch rücken die einzelnen Figuren stärker in den Vordergrund und wirken deutlich greifbarer und lebendiger.
Beim Lesen denkt man zwar oft: Was für eine skurrile Familie! Aber wenn man ehrlich ist, zeigt der Roman eigentlich nur etwas völlig Normales – denn hinter den eigenen vier Wänden versteckt schließlich jede Familie ihre ganz eigene Wahrheit.

Insgesamt ist „Verlorene Schäfchen“ ein humorvoller, kluger und zugleich ehrlicher Familienroman, den ich sehr gerne gelesen habe und auf jeden Fall weiterempfehlen würde.