Jeder sein eigenes Chaos

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emmmbeee Avatar

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Die Familie Flynn: Bud, Catherine, die Töchter Abigail, Louise und Harper macht gerade eine Krise durch. Es geht so weit, dass der Vater im Auto schläft und die Töchter entwicklungsgemäße Phasen durchlaufen: die Liebe, gesehen werden wollen, Positionskämpfe etc. Die Mutter wiederum meint die Rettung in einer geöffneten Ehe zu finden. Bud flüchtet sich zu einer Selbsthilfegruppe und halbreligiösen Gemeinschaft, die sich „Verlorene Schäfchen“ nennt und entdeckt dort eine neue Liebe.
Bei allen Hauptpersonen spukt irgendwo in ihrem Tagesablauf ein gewisser Paul Alabaster, Tech-Milliardär, herum, der erst allmählich Konturen annimmt. Und noch einer, nämlich Wes, der angeschwärmte Freund von Abigail, der ausgerechnet bei Alabaster arbeitet und Einblick in so manches hat. Alabaster erweist sich als eine Art Heilsbringer, der seine Finger in allen Machenschaften hat, aber unangreifbar und es mit allen gut zu meinen scheint.
Lange habe ich nicht in den Roman hineingefunden. Zu viele Personen geben sich die fortlaufenden Kapitel in die Hand, und ich habe mich lange gefragt, was das Ganze eigentlich soll. Es kommen immer neue dunkle Machenschaften ans Licht, und der Leser weiß nicht recht, ob er nicht selber an der Nase herumgeführt wird, falls er nicht an Verschwörungen glauben will. Ich habe bis zum Schluss gelesen, weil ich annahm, dass sich am Ende doch noch ein Sinn daraus ergibt. Dass Mr. Alabaster die jungen Hauptpersonen nicht umlegen lässt, da ja seine Machenschaften von ihnen aufgedeckt wurden, finde ich unwahrscheinlich und unglaubhaft.
Mir war das alles ein zu großes Durcheinander, mehr als einmal habe ich mich gefragt, was das nun eigentlich soll. Sicher, die unfreiwillige Komik und die schrägen Dialoge haben etwas für sich. Aber genossen habe ich dieses Chaos nicht und werde den Roman auch nicht weiterempfehlen. Tut mir leid.