Schräg und ohne Tempolimit
Wenn ihr nach Sommerlektüre sucht, die euch turbulent und bissig unterhält und euch gleichzeitig scharfsinnige Dialoge zur Erfrischung reicht - search no more.
"Verlorene Schäfchen" (Lost Lambs im Original), das ist die Selbsthilfegruppe von Vater Bud Flynn, die er aufsucht als seine Frau Catherine eigenmächtig beschließt, ihre Ehe zu öffnen. Was klingt wie ein Familiendrama, ist gleichzeitig auch Komödie und Gesellschaftssatire, denn während die Eltern mit absurden Mitteln versuchen, mit ihrer Ehekrise klar zu kommen, sind die drei Töchter in ganz eigene Plots verwickelt: eine Verschwörungstheorie, ein fundamentalistischer Online-Lover, Dating mit einem Typen namens Kriegsverbrecher-Wes.
Wofür das Debüt von Madeline Cash die vielen begeisterten Kritiken absolut verdient hat, das sind die vielen Momente, in denen man staunend lacht, erschrocken amüsiert ist und gleichzeitig auch etwas berührt davon, wie sympathisch anders diese herzerwärmend schräge Familie ist. Die Dialoge, und von denen gibt es zahlreiche, sind ein großer Spaß. Sicher lohnt sich dieses Buch im Original zu lesen, der Sprachwitz funktioniert aber auch in der deutschen Übersetzung von Sophie Zeitz. Nicht punkten kann die deutschsprachige Version allerdings beim sterilen Cover, was angesichts der tollen US und UK Vorlagen nicht so ganz verständlich scheint. Das Ende der Story bringt eine weitere Ebene ins Spiel, die das Buch ernster und tiefgründiger macht als es meiner Meinung nach nötig hätte, denn die Figuren, der Witz, die tragen einen auch ganz allein durch die Seiten. Empfehlung!
"Verlorene Schäfchen" (Lost Lambs im Original), das ist die Selbsthilfegruppe von Vater Bud Flynn, die er aufsucht als seine Frau Catherine eigenmächtig beschließt, ihre Ehe zu öffnen. Was klingt wie ein Familiendrama, ist gleichzeitig auch Komödie und Gesellschaftssatire, denn während die Eltern mit absurden Mitteln versuchen, mit ihrer Ehekrise klar zu kommen, sind die drei Töchter in ganz eigene Plots verwickelt: eine Verschwörungstheorie, ein fundamentalistischer Online-Lover, Dating mit einem Typen namens Kriegsverbrecher-Wes.
Wofür das Debüt von Madeline Cash die vielen begeisterten Kritiken absolut verdient hat, das sind die vielen Momente, in denen man staunend lacht, erschrocken amüsiert ist und gleichzeitig auch etwas berührt davon, wie sympathisch anders diese herzerwärmend schräge Familie ist. Die Dialoge, und von denen gibt es zahlreiche, sind ein großer Spaß. Sicher lohnt sich dieses Buch im Original zu lesen, der Sprachwitz funktioniert aber auch in der deutschen Übersetzung von Sophie Zeitz. Nicht punkten kann die deutschsprachige Version allerdings beim sterilen Cover, was angesichts der tollen US und UK Vorlagen nicht so ganz verständlich scheint. Das Ende der Story bringt eine weitere Ebene ins Spiel, die das Buch ernster und tiefgründiger macht als es meiner Meinung nach nötig hätte, denn die Figuren, der Witz, die tragen einen auch ganz allein durch die Seiten. Empfehlung!