Schräger Familienroman mit viel schwarzem Humor

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Die Familie Flynn wirkt nach außen wie die perfekte Vorstadtfamilie – doch hinter der Fassade bröckelt die Ehe der Eltern gewaltig. Auch die drei Töchter kämpfen jede mit ihren ganz eigenen Problemen. Und als wäre das nicht genug, taucht immer wieder ein zwielichtiger Milliardär auf, der die Ereignisse zusätzlich durcheinanderwirbelt.

Mit „Verlorene Schäfchen“ legt Madeline Cash einen unterhaltsamen Debütroman vor, der Familienchaos, schwarzen Humor und eine Prise Verschwörung gekonnt miteinander verbindet. Die Geschichte lebt vor allem von ihren skurrilen Situationen und den ungewöhnlichen Figuren. Viele der Probleme wirken völlig überzogen – und genau das macht einen großen Teil des Charmes dieses Romans aus.

Der Schreibstil ist angenehm locker und flüssig, sodass sich das Buch schnell lesen lässt. Alle Mitglieder der Familie Flynn sind individuell ausgearbeitet und bringen ihre ganz eigenen Eigenheiten mit. Dadurch entsteht eine lebendige Dynamik, die bis zum Ende trägt. Als dann aber auch noch eine Verschwörung rund um den Milliardär hinzukam, war der Bogen des Guten für meinen Geschmack etwas überspannt – auch wenn mit Menschenhandel und Machtmissbrauch ernste Themen aufgegriffen werden.

Nach dem Lesen musste ich das Buch erst einmal einen Moment wirken lassen. Die Mischung aus schwarzem Humor, familiären Turbulenzen und teilweise herrlich absurden Wendungen ist ungewöhnlich und funktioniert überraschend gut. An einigen Stellen war mir die Häufung der Ereignisse allerdings etwas zu viel, wodurch die Geschichte gelegentlich leicht überladen wirkte. Trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen.

„Verlorene Schäfchen“ ist ein kurzweiliger, humorvoller Familienroman mit schrägen Figuren und viel schwarzem Humor. Wer außergewöhnliche Familiengeschichten mit einer Portion Chaos und skurrilen Ideen mag, wird hier gut unterhalten. Für mich eine klare Leseempfehlung – besonders als Sommerlektüre.