Skurril, bissig und überraschend berührend

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sunshine22 Avatar

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Mit Verlorene Schäfchen ist Madeline Cash ein ebenso witziger wie kluger Roman gelungen, der mich von Anfang an bestens unterhalten hat. Im Mittelpunkt steht die Familie Flynn, deren scheinbar geordnetes Vorstadtleben zunehmend aus den Fugen gerät – und dabei eine Kette aus absurden, tragischen und zugleich sehr menschlichen Momenten auslöst.

Besonders gefallen hat mir der feine, oft bissige Humor, mit dem die Autorin Themen wie Familie, Identität und gesellschaftliche Erwartungen beleuchtet. Die Figuren sind herrlich eigenwillig und wirken trotz aller Skurrilität authentisch, sodass man sie gern durch ihr Chaos begleitet.

Gleichzeitig steckt hinter der humorvollen Oberfläche auch viel Tiefgang: Zwischen all den schrägen Situationen blitzen immer wieder nachdenkliche und berührende Momente auf, die den Roman erstaunlich vielschichtig machen.

Für mich ist das eine gelungene Mischung aus Satire, Familiengeschichte und Gesellschaftsroman – unterhaltsam, klug und definitiv etwas Besonderes.