Skurril, turbulent, Familie Flynn

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alinescot Avatar

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Bisher haben Bud und Catherine noch jede Krise zusammen gemeistert, aber diese neuen Eheprobleme sind von einer ganz anderen Qualität.
Jedenfalls sind die Eltern so abgelenkt, dass sie gar nichts von den Eskapaden ihrer Töchter mitbekommen.
Denn auch Harper, Louise und Abigail haben ihre Sinnkrisen zu bewältigen, jede auf eine andere Weise.
Bei dieser Familie weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.

Was habe ich mich amüsiert, mit dieser verrückten Familie!
Aus jeder Perspektive wird abwechselnd erzählt. So bekommt man als Leser einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt jedes einzelnen Familienmitglieds, und einiger anderer Personen.
Jeder Flynn ist mit seinen eigenen Problemen beschäftigt. Jeder fühlt sich auf eine andere Art ungesehen.
Bedürfnisse wollen gestillt und Wünsche erfüllt werden.
So rutscht jeder für sich immer tiefer und tiefer in den Schlamassel, bis sich herausstellt, dass sie alle in derselben Sache drinstecken und nur wieder gemeinsam da hinauskommen.
Na ja, außer die Eltern vielleicht, die haben nämlich eine besonders lange Leitung.

Ich liebe den Humor der Autorin, die Situationskomik, die Dialoge und überhaupt, diesen ganzen Irrsinn.
Es geht um Verschwörungen und Vertuschung und sowieso, um die großen Themen wie Familie und Liebe und Vergebung, und ein bisschen Krimi ist auch noch mit dabei.
Und trotzdem wirkte die Geschichte auf mich nicht zu überladen und nur ein bisschen zu weit hergeholt (aber auf die gute Art).
Die Flynns fand ich allesamt grandios und jeder für sich unterhaltsam und einzigartig.
Dieser Roman hat mir wirklich großen Spaß bereitet und empfehle es gerne denen weiter, die schräge Geschichten lieben.