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„ Verlorene Schäfchen“ von Madeline Cash,erschienen im @penguinrandomhouse Verlag ,ist das Debüt der Schriftstellerin und eins dieser Bücher, die man entweder mag oder hasst.Diese Geschichte spielt in einer amerikanischen Vorstadt und dreht sich um die Familie Flynn. Nach außen eine ganz normale Familie, doch wenn man genau hinschaut brodelt es gewaltig an allen Ecken und Kanten des Familiengefüges.
Mutter Catherine hat eine Sinnkrise und stellt ihr Leben, aber vor allem ihre Ehe infrage und will Abstand. Ihr Mann Bud kommt damit überhaupt nicht klar, zieht ins Familienauto und schließt sich der Selbsthilfegruppe „Verlorene Schäfchen“ an. Auch die drei Töchter der Familie verfallen in Orientierungslosigkeit, jeder auf seine Art und mit verschiedenen Personen.Erwachsen werden erfordert Mut.
Doch es winkt die Chance wieder zusammenzuwachsen, denn man kommt einer vermeintlichen Verschwörung auf die Spur.

Dieses Buch zu lesen ist schon besonders. Ein Mix aus skurrilen Situationen, Witz und emotionalem Tiefgang mit sehr außergewöhnlichen Protagonisten besetzt ,erwartet einen beim Lesen des Buches. Manchmal wähnt man sich in einer Comedy,manchmal muss man schlucken, angesichts dessen was man liest.
Sozialkritik und Systemkritik finden sich in diesem Buch , viele Themen wie die Rolle der Kirche, Gemeinschaft, Ehe,Mental Health, Persönlichkeitserfahrung , aber eben auch Kritik an den Brandherden Amerikas der letzten Jahre, Big Tech, Big Pharma, Menschenhandel und Korruption.

Die Figuren haben ich im Laufe des Lesens lieb gewonnen, den einen mehr, den anderen weniger, gelangweilt haben sie mich aber nie.

Das Buch lässt sich locker flockig lesen, ist teilweise tiefsinnig aber auch witzig, eben ein kurzweiliger Familienroman mit schwarzem Humor und eigenwilligen Charakteren.Wer außergewöhnliche Geschichten mag, sei dieses Buch ans Herz gelegt.