Urkomische Satire mit Tiefe

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jentis4711 Avatar

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Madeline Cash gelingt mit „Verlorene Schäfchen“ ein scharf beobachtendes Gesellschaftsporträt, das vor Humor nur so sprüht und zugleich tief in die Abgründe ihrer Figuren blickt. Jede einzelne Figur ist schillernd, vielschichtig und tief gezeichnet, sodass man ihr immer weiter folgen möchte - der einzige Wermutstropfen ist, dass die erzählende Figur in jedem Kapitel wieder wechselt und man doch eigentlich noch gar nicht genug von der vorherigen hat. Trotz dieser wechselnden Perspektiven schafft Cash es, unzählige Fäden so aufmerksam und fein zu weben, dass ein präzises Gesamtbild entsteht, in dem jede Perspektive die vorherige erweitert oder gar noch eine humorvolle Wendung hinterherschiebt. Dieses Buch ist intelligent und sprachgewitzt, eine Pointe folgt auf die andere, und der Roman ist gleichzeitig unterhaltsam wie herausfordernd. Eine ganz klare Leseempfehlung!