Beeindruckende Mischung aus Fantasy und medizinischer Forschung
Besonders beeindruckt haben mich das Magiesystem und das Worldbuilding. Der Roman verbindet auf sehr gelungene Weise historisch anmutende Fantasy mit medizinischer Forschung und technokratischen Elementen. Vor allem das Zusammenspiel aus der magischen Gabe der sogenannten Heartsooths – die mit reiner Gedankenkraft die Elemente eines Körpers verändern können – und präzisen, medizinischen Details hat mich fasziniert. Das Magiesystem fühlte sich für mich insgesamt neu und originell an und fügt sich erstaunlich nahtlos in wissenschaftliche Denkweisen und medizinische Erkenntnisse ein.
Besonders interessant fand ich auch den Ansatz, dass innerhalb der Welt niemand genau (mehr) genau zu wissen scheint, wie oder warum diese Magie funktioniert. Stattdessen entwickelt die Protagonistin Nhika ihre ganz eigene Erklärung dafür.
Die Handlung ist insgesamt spannend und enthält deutliche Krimi-Elemente, darunter ein Mordfall, den es aufzuklären gilt. Dabei soll Nhika mithilfe ihrer Heartsooth-Gabe einen wichtigen Zeugen aus dem Koma wecken.
Der Schreibstil hat mir überwiegend gut gefallen. Viele Szenen konnte ich mir lebhaft vorstellen, und Gefühle sowie Stimmungen wurden überzeugend transportiert. Vereinzelt wirkten jedoch Formulierungen etwas befremdlich auf mich. So habe ich beispielsweise eine Weile gebraucht, um zu verstehen, was mit „jemanden meißeln“ gemeint ist. Möglicherweise ist das der Übersetzung geschuldet.
Sehr berührend dargestellt fand ich Nhikas Trauer und die tiefen Wunden, die der Verlust ihrer Familie, ihrer Heimat und ihrer Kultur hinterlassen hat. Sie hat ihre Eltern und ihre Großmutter verloren, die sie in ihrer Gabe unterwiesen hat, ebenso wie ihr Zuhause und damit Teile ihrer Geschichte. Die Heartsooths wurden vertrieben, unterdrückt und gefürchtet – Ereignisse, die zwar vor Beginn der eigentlichen Handlung liegen, aber in Nhikas Denken und Handeln stets präsent sind. Ihre Einsamkeit und ihr Gefühl der Entwurzelung waren für mich besonders eindringlich und emotional beschrieben.
Weniger nachvollziehen konnte ich hingegen die Beziehung zwischen Nhika und dem Arztgehilfen Ven Kochin. Über lange Zeit hinweg teilt man als Leserin oder Leser Nhikas negatives Bild von ihm, doch dann fasst sie – trotz erschütternder Erkenntnisse – recht plötzlich Vertrauen zu ihm. Dieser Wandel und die daraus folgenden Entscheidungen wirkten auf mich nicht ganz logisch.
Trotz dieser Kritikpunkte ist es insgesamt ein spannender Roman, der vor allem durch sein außergewöhnliches Worldbuilding und sein originelles Magiesystem überzeugt.
Besonders interessant fand ich auch den Ansatz, dass innerhalb der Welt niemand genau (mehr) genau zu wissen scheint, wie oder warum diese Magie funktioniert. Stattdessen entwickelt die Protagonistin Nhika ihre ganz eigene Erklärung dafür.
Die Handlung ist insgesamt spannend und enthält deutliche Krimi-Elemente, darunter ein Mordfall, den es aufzuklären gilt. Dabei soll Nhika mithilfe ihrer Heartsooth-Gabe einen wichtigen Zeugen aus dem Koma wecken.
Der Schreibstil hat mir überwiegend gut gefallen. Viele Szenen konnte ich mir lebhaft vorstellen, und Gefühle sowie Stimmungen wurden überzeugend transportiert. Vereinzelt wirkten jedoch Formulierungen etwas befremdlich auf mich. So habe ich beispielsweise eine Weile gebraucht, um zu verstehen, was mit „jemanden meißeln“ gemeint ist. Möglicherweise ist das der Übersetzung geschuldet.
Sehr berührend dargestellt fand ich Nhikas Trauer und die tiefen Wunden, die der Verlust ihrer Familie, ihrer Heimat und ihrer Kultur hinterlassen hat. Sie hat ihre Eltern und ihre Großmutter verloren, die sie in ihrer Gabe unterwiesen hat, ebenso wie ihr Zuhause und damit Teile ihrer Geschichte. Die Heartsooths wurden vertrieben, unterdrückt und gefürchtet – Ereignisse, die zwar vor Beginn der eigentlichen Handlung liegen, aber in Nhikas Denken und Handeln stets präsent sind. Ihre Einsamkeit und ihr Gefühl der Entwurzelung waren für mich besonders eindringlich und emotional beschrieben.
Weniger nachvollziehen konnte ich hingegen die Beziehung zwischen Nhika und dem Arztgehilfen Ven Kochin. Über lange Zeit hinweg teilt man als Leserin oder Leser Nhikas negatives Bild von ihm, doch dann fasst sie – trotz erschütternder Erkenntnisse – recht plötzlich Vertrauen zu ihm. Dieser Wandel und die daraus folgenden Entscheidungen wirkten auf mich nicht ganz logisch.
Trotz dieser Kritikpunkte ist es insgesamt ein spannender Roman, der vor allem durch sein außergewöhnliches Worldbuilding und sein originelles Magiesystem überzeugt.