Eine Gabe, die alles verändert
Schon die ersten Seiten von "The Last Bloodcarver" haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen! Vanessa Le gelingt es, eine faszinierende Mischung aus medizinischer Fantasy, Spannung und emotionaler Tiefe zu schaffen. Ich habe den Einstieg regelrecht inhaliert.
Im Mittelpunkt steht Nhika, eine junge Frau mit einer außergewöhnlichen Gabe: Sie kann durch Hautkontakt in die Körper anderer Menschen „eintreten“ und heilen – oder schaden - eine Fähigkeit, die daher extrem gefürchtet wird. Nhika ist daher eine im Verborgenen lebende, toughe, komplexe Hauptfigur, die ihre Verluste mit sich trägt und dadurch kaum Nähe zulässt. Ihr moralisch ambivalentes Handeln machte sie umso spannender. Trotz der Ausgrenzung, die sie erfährt, möchte sie helfen – selbst wenn ihr das zum Verhängnis wird. Als sie im Geheimen erwischt und nachfolgend auf dem Schwarzmarkt wie ein Gegenstand feilgeboten wird, wird sie von einem Mitglied der mächtigsten und reichsten Familie der Stadt ersteigert. Diese benötigt dringend ihre Hilfe, um einen Zeugen eines Mordfalls zu retten. Nach und nach wird Nhika in die düsteren Vorkommnisse verstrickt und gerät dabei selbst in Gefahr.
Die Autorin schafft es, zwischen düsteren, teilweise blutigen Momenten und leisen, hoffnungsvollen Szenen zu balancieren. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig angelegt, wenn auch manche freundschaftliche Entwicklungen für mich etwas zu abrupt kamen.
Das Setting (eine asiatisch angehauchte Technokratie voller sozialer Gegensätze) hebt sich angenehm vom typischen Fantasy-Standard ab. Durch Nhikas Flucht und Aufträge lernt man die Welt auf natürliche Weise kennen, was das Worldbuilding besonders gelungen machte. Der Mix aus Wissenschaft, Magie und gesellschaftlicher Hierarchie ist spannend und unverbraucht.
Zwar gab es im Mittelteil ein paar Längen, doch das Finale hat mich komplett überrascht und emotional mitgenommen. Das Ende verspricht eine ebenso ungewöhnliche wie intensive Fortsetzung.
Fazit: "The Last Bloodcarver" ist ein fesselnder Auftakt voller Emotion, moralischer Fragen und beeindruckender Ideen. Vanessa Le verbindet medizinische Magie mit gesellschaftskritischen Untertönen und einer Heldin, die einem lange im Gedächtnis bleibt. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht – und hoffe auf Antworten zu all den offenen Fragen.
Im Mittelpunkt steht Nhika, eine junge Frau mit einer außergewöhnlichen Gabe: Sie kann durch Hautkontakt in die Körper anderer Menschen „eintreten“ und heilen – oder schaden - eine Fähigkeit, die daher extrem gefürchtet wird. Nhika ist daher eine im Verborgenen lebende, toughe, komplexe Hauptfigur, die ihre Verluste mit sich trägt und dadurch kaum Nähe zulässt. Ihr moralisch ambivalentes Handeln machte sie umso spannender. Trotz der Ausgrenzung, die sie erfährt, möchte sie helfen – selbst wenn ihr das zum Verhängnis wird. Als sie im Geheimen erwischt und nachfolgend auf dem Schwarzmarkt wie ein Gegenstand feilgeboten wird, wird sie von einem Mitglied der mächtigsten und reichsten Familie der Stadt ersteigert. Diese benötigt dringend ihre Hilfe, um einen Zeugen eines Mordfalls zu retten. Nach und nach wird Nhika in die düsteren Vorkommnisse verstrickt und gerät dabei selbst in Gefahr.
Die Autorin schafft es, zwischen düsteren, teilweise blutigen Momenten und leisen, hoffnungsvollen Szenen zu balancieren. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig angelegt, wenn auch manche freundschaftliche Entwicklungen für mich etwas zu abrupt kamen.
Das Setting (eine asiatisch angehauchte Technokratie voller sozialer Gegensätze) hebt sich angenehm vom typischen Fantasy-Standard ab. Durch Nhikas Flucht und Aufträge lernt man die Welt auf natürliche Weise kennen, was das Worldbuilding besonders gelungen machte. Der Mix aus Wissenschaft, Magie und gesellschaftlicher Hierarchie ist spannend und unverbraucht.
Zwar gab es im Mittelteil ein paar Längen, doch das Finale hat mich komplett überrascht und emotional mitgenommen. Das Ende verspricht eine ebenso ungewöhnliche wie intensive Fortsetzung.
Fazit: "The Last Bloodcarver" ist ein fesselnder Auftakt voller Emotion, moralischer Fragen und beeindruckender Ideen. Vanessa Le verbindet medizinische Magie mit gesellschaftskritischen Untertönen und einer Heldin, die einem lange im Gedächtnis bleibt. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht – und hoffe auf Antworten zu all den offenen Fragen.