Steampunk meets Technokratie meets Fantasy
Nhika ist eine Heartsooth - oder auch genannt Bloodcarver - und zwar eine der Letzten ihrer Art. Für ihre Fähigkeit, durch eine Berührung Leben zu nehmen, werden die Heartsooth gejagt. Dabei können sie nicht nur töten, sondern auch heilen. Und genau das macht Nhika mit ihrer Gabe. Leider gerät sie trotzdem in die Fänge der Schlächter und muss um ihr Leben bangen. Bis eine reiche Familie sie freikauft, um mit ihrer Gabe einen Mörder zu finden.
"The last Bloodcarver" ist eine wissenschaftlich angehauchte Low Fantasy-Dilogie, die in der asiatisch anmutenden Stadt Theumas spielt. Der Fortschritt in Technik und Medizin entspricht verglichen mit unserer Welt eher einem Stand von vor 50 bis 100 Jahren, dennoch haben wir es hier mit Steampunk und einer Technokratie zu tun, die neue Erfindungen hervorgebracht hat. Das besondere fantastische Element, was sich die Autorin für ihre Protagonistin erdacht hat, ist weniger Magie als eine sehr seltene Gabe: Über die Berührung eines anderen Menschen kann Nhika ihr Bewusstsein in dessen Körper lenken und darin Änderungen vornehmen, zum Beispiel den Herzschlag beschleunigen, eine Lunge reanimieren oder sich lediglich durch den Körper bewegen, um die Ursache für eine Krankheit auszumachen. Als Lesende werden wir des Öfteren Zeuge von Nhikas Fähigkeit und Vanessa Le beschreibt auf für mich einzige Art, wie sich Nhikas Bewusstsein durch den menschlichen Körper bewegt. Es war für mich reinste Faszination, zu lesen, wie Nhika sich durch Hirnströme und Blutgefäße bewegt.
Daneben ist der Autorin natürlich auch ein geschickter Plot gelungen, der früh für Spannung sorgt und uns nebenbei noch in einem Mordfall ermitteln lässt. Die Figuren sind vielschichtig. Ich brauchte meine Zeit, um mit Nhika warm zu werden, doch letztendlich sind ihr Verhalten und ihre Handlungen mit Blick auf ihr bisheriges Leben, aus dem wir ab und an Näheres erfahren, sehr nachvollziehbar.
Mein einziger Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die sich irgendwo zwischen Slow Burn und Fast Burn bewegt (wer das Buch liest, wird es verstehen ;-) ). Irgendwo waren die romantischen Gefühle für mich nachvollziehbar, in ihrer plötzlichen Intensität dann aber wieder nicht.
Hervorzuheben ist das Finale des Buches, das zwar keinen enormen Cliffhanger zum zweiten Band darstellt, mich aber sehr überraschen konnte und sich von vielen Genre-ähnlichen Buchreihen abhebt.
Fazit: Insgesamt ist "Verlorenes Herz" ein sehr lesenswerter Dilogie-Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht und beweist, dass Vanessa Le großes Talent hat, ihren wissenschaftlichen Background in eine neuartige Fantasywelt einfließen zu lassen.
"The last Bloodcarver" ist eine wissenschaftlich angehauchte Low Fantasy-Dilogie, die in der asiatisch anmutenden Stadt Theumas spielt. Der Fortschritt in Technik und Medizin entspricht verglichen mit unserer Welt eher einem Stand von vor 50 bis 100 Jahren, dennoch haben wir es hier mit Steampunk und einer Technokratie zu tun, die neue Erfindungen hervorgebracht hat. Das besondere fantastische Element, was sich die Autorin für ihre Protagonistin erdacht hat, ist weniger Magie als eine sehr seltene Gabe: Über die Berührung eines anderen Menschen kann Nhika ihr Bewusstsein in dessen Körper lenken und darin Änderungen vornehmen, zum Beispiel den Herzschlag beschleunigen, eine Lunge reanimieren oder sich lediglich durch den Körper bewegen, um die Ursache für eine Krankheit auszumachen. Als Lesende werden wir des Öfteren Zeuge von Nhikas Fähigkeit und Vanessa Le beschreibt auf für mich einzige Art, wie sich Nhikas Bewusstsein durch den menschlichen Körper bewegt. Es war für mich reinste Faszination, zu lesen, wie Nhika sich durch Hirnströme und Blutgefäße bewegt.
Daneben ist der Autorin natürlich auch ein geschickter Plot gelungen, der früh für Spannung sorgt und uns nebenbei noch in einem Mordfall ermitteln lässt. Die Figuren sind vielschichtig. Ich brauchte meine Zeit, um mit Nhika warm zu werden, doch letztendlich sind ihr Verhalten und ihre Handlungen mit Blick auf ihr bisheriges Leben, aus dem wir ab und an Näheres erfahren, sehr nachvollziehbar.
Mein einziger Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die sich irgendwo zwischen Slow Burn und Fast Burn bewegt (wer das Buch liest, wird es verstehen ;-) ). Irgendwo waren die romantischen Gefühle für mich nachvollziehbar, in ihrer plötzlichen Intensität dann aber wieder nicht.
Hervorzuheben ist das Finale des Buches, das zwar keinen enormen Cliffhanger zum zweiten Band darstellt, mich aber sehr überraschen konnte und sich von vielen Genre-ähnlichen Buchreihen abhebt.
Fazit: Insgesamt ist "Verlorenes Herz" ein sehr lesenswerter Dilogie-Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht und beweist, dass Vanessa Le großes Talent hat, ihren wissenschaftlichen Background in eine neuartige Fantasywelt einfließen zu lassen.